Björn Rohles

Björn RohlesBjörn Rohles ist Medienwissenschaftler und beobachtet als Autor und Berater den digitalen Wandel. Er schreibt regelmäßig für Fachmedien wie das t3n Magazin, die Netzpiloten oder Screenguide. Man findet ihn unter jorni.de.

Björn RohlesWordle: Der Schöne-Wortwolken-Macher

Logo von WordleWoher weiß man, worum es in einem bestimmten Text geht? Die meisten Menschen können diese Frage schnell beantworten – nachdem sie den Text gelesen haben. Im Vorfeld allerdings wird es denkbar schwierig, das Thema abzuschätzen. Wie lässt sich der Inhalt übersichtlich visualisieren oder gar für einen Computer verständlich darstellen? [Mehr]

Björn RohlesPlurk: Krieg der Welten im Twitter-Universum

Logo PlurkErst “There was a time out error”. Dann “Twitter returned a bad request error”. Twitter, allseits beliebter Mikro-Blogging-Dienst, ist oft so überlastet, dass er die Knie geht. Nicht verwunderlich also, dass sich die Konkurrenten anschicken, sich ein Stückchen vom Kuchen abzuzwacken. Ganz vorne dabei im Wettrennen: Plurk. Doch hat der Aufsteiger wirklich eine Chance gegen den Altmeister? [Mehr]

Björn RohlesCrowdsourcing in der Praxis: Google und das kleine “g”

Altes und neues Favicon von GoogleWer in den letzten Wochen einmal etwas gegoogelt hat (also nahezu jeder), dem ist vielleicht eine Veränderung aufgefallen: Google hat ein neues Favicon, also ein neues kleines Symbol neben der Webadresse. Das alte, große “G” wurde zu einem neuen, kleinen “g”. Eben jenes ist jedoch nicht beliebt in der Web-Gemeinde, es wurde mit einer in der Sonne geschmolzenen “8″ verglichen. [Mehr]

Björn RohlesHobnox (Teil 2): “Ich bin der Sender!”

Logo von Hobnox“Ich bin der Sender!”, hat Gerrit van Aaken 2005 seine Diplomarbeit genannt – damals zum Thema Podcasting. Seitdem ist einiges im Web passiert, was diese Aussage wahr werden lässt. hobnox schickt sich an, eine neue Stufe in diesem Prozess einzuleiten: mit den umfangreichsten frei verfügbaren Webprogrammen zur Video- und Musikproduktion, die Blogpilot Björn Rohles bisher gesehen hat. Nachdem wir im ersten Teil schon die Anwenderseite besprochen haben, wechseln wir nun die Seiten: der Rezipient wird Produzent. [Mehr]

Björn RohlesHobnox (Teil 1): Fernsehen nach Lust und Laune

Logo von Hobnox“Fernsehen ist tot!”, schreien die Blogpiloten der Webgemeinde entgegen. Björn Rohles hat sich einen Dienst angeschaut, der diese Behauptung einerseits wahr werden lassen könnte, andererseits aber die Qualitäten des Fernsehens um die Möglichkeiten des Social Web erweitert: Die Rede ist von hobnox. Alles rund um Fernsehkanäle, ob zum Zuschauen oder Produzieren. Und da der Dienst so umfangreich ist, gibt es heute den ersten Teil des Reviews: die Seite des Konsumenten. Der zweite Teil wird dann testen, wie die Produzentenseite von hobnox aussieht – und warum diese Unterteilung im Web wegfällt. [Mehr]

Björn RohlesSocial Collaboration in der Praxis: Drei Beispiele

Social Collaboration boomt. Björn Rohles hat für die blogpiloten drei exemplarische Dienste herausgesucht. Alle stehen unter dem Motto: wie verbessert man die Welt oder sich selbst? Ning: Soziale Netzwerke für jedermann Logo von NingDie Idee von Ning ist nichts Neues im Web 2.0: Sich mit anderen Mitgliedern vernetzen. Und während man bei immer mehr Netzwerken und sozialen Plattformen teilnimmt, steigert sich die Anzahl an verschiedenen Profilen und Passwörtern ins Unermessliche. Genau dort setzt Ning an: es will eine zentrale Anlaufstelle für jegliche Art von sozialen Netzwerken sein, mit nur einem Login. Man erzeugt sich also einen Ning-Zugang, und schon kann man in einer Vielzahl von bestehenden Netzwerken suchen und sich mit anderen Nutzern vernetzen. Es gibt Netzwerke zu allen erdenklichen Themen. Ning bietet aber noch mehr: eigene Netzwerke mit wenigen Mausklicks. Nur einen Namen aussuchen, dann leitet ein Assistent durch alle weiteren Schritte. So ein eigenes Netzwerk kann alle erdenklichen Features beinhalten: Videos, Blogs, Veranstaltungen, Foren, Notizen, Fotos… Es stehen viele verschiedene Designs zur Auswahl, oder man stellt sich selbst ein Design über Farbfelder zusammen. Sehr schön und beileibe nicht selbstverständlich bei solchen Diensten: der erfahrene Anwender kann sogar selbst ins CSS eingreifen und das Design wie eine selbstgestaltete Homepage aufbereiten. Anschließend sind der sozialen Netzwerkelei keinerlei Grenzen mehr gesetzt: neue Leute kennenlernen, bestehende Freunde einladen, gemeinsam an Projekten arbeiten und vieles mehr sind problemlos möglich.Screenshot von Ning 43things: sozialer Kampf dem inneren Schweinehund Logo von 43thingsWer kennt es nicht: der innere Schweinehund ist mal wieder unglaublich bissig. Oder man vergisst gar die vielen Sachen, die man sich doch eigentlich so fest vorgenommen hat. 43things möchte alle jene ansprechen, denen so etwas bekannt vorkommt. Man erstellt einen Account und gibt ein, was man sich vorgenommen hat. 43things erinnert einen dann nach eigenem Wunsch an seine Ziele. Hat man dann ein Ziel erreicht, kann man es als erledigt markieren und im Archiv ablegen. Die Ziele lassen sich dann an einer anderen Stelle im Netz einbauen. Bisher ganz nett, aber nichts weiter als eine bessere To-Do-Liste. Interessant wird 43things, sobald es um die sozialen Aspekte geht. So kann man sich anschauen, wer sonst noch am gleichen Ziel arbeitet, und sich mit ihnen austauschen. Wer ein Ziel schon erreicht hat, kann ein Feedback mit wertvollen Tipps geben für alle, die noch daran arbeiten. Und man kann andere Nutzer “anfeuern”. So wird 43things zur interessanten Alternative zu anderen Techniken, seine Motivation zu erhöhen.Screenshot von 43things change.org: auf dem Weg in eine bessere Welt Logo von change.orgEs steckt schon im Namen: change.org möchte die Welt verändern. Genauer gesagt: verbessern. Und so können sich Menschen und Organisationen dort anmelden, um gemeinsam an den großen Zielen zu arbeiten. Nach dem Login kann man Projekten beitreten, um dort über Maßnahmen zu diskutieren, oder einen Betrag nach Wahl spenden. Oder man kann sich eine Liste vorgeschlagener Aktionen anschauen, die jeder ergreifen kann, um etwas zu bewirken. So schreibt man etwa direkt von der Seite aus eine E-Mail an einen Politiker oder klärt Freunde über bestehende Missstände auf. Und, es ist ja schon selbstverständlich im Web 2.0, man kann auch eigene Projekte starten, um gemeinsam mit anderen an einer besseren Welt zu arbeiten. Change.org setzt somit in die Tat um, was für jede soziale Veränderung Voraussetzung ist: sie beginnt von unten, in den Köpfen und Handlungen der Menschen, und wird nicht von oben herab diktiert.Screenshot von change.org

Björn Rohlesamazee: Projektverwaltung goes Gesellschaft

Logo amazeeDer Sommer steht vor der Tür, und jeder Verein organisiert ein Fest. Das Semester hat begonnen, und zehntausende Studentenvereinigungen stellen Veranstaltungen auf die Beine. Immer mehr Privatleute engagieren sich für höhere Ziele. Und so werden immer wieder neue E-Mail-Verteiler angelegt, die irgendjemand pflegen muss. Irgendwann blickt keiner mehr durch, wer nun gerade den letzten Stand der Planung im Blick hat. Das muss doch irgendwie einfacher gehen. Genau in diese Lücke stößt amazee, der Dienst mit der Büroklammer-Optik. Das Versprechen lautet: Social Collaboration für alle. [Mehr]

Björn RohlesWahl der 100 besten Web-Applikationen bei Webware

Webware hat ausgeschrieben, die Nutzer haben abgestimmt: wie schon 2007 hat das Online-Magazin die 100 besten Web-Applikationen ausgezeichnet. Blogpilot Björn Rohles hat sich den Wettbewerb angesehen und die Perlen herausgepickt. Aufbau der Abstimmung Die Wahl lief in zwei Schritten ab: zuerst einmal hat eine Jury aus 5000 Vorschlägen die 300 Finalisten ausgewählt, anschließend wurde schön demokratisch von jedem Besucher abgestimmt, jeweils in zehn verschiedenen Kategorien. Die Ergebnisse der knapp 2 Millionen Stimmen bestätigen den Trend der letzten Jahre: die Nutzer wollen vor allem Services, die social sind. Im Folgenden findet ihr die interessantesten Ergebnisse. Kategorie 1: Audio Die Audio-Kategorie wird dominiert von bekannten Namen: verschiedene Download-Stores für Musik stehen neben Social-Music-Plattformen wie last.fm und Pandora. Weniger bekannt dürften Blogtalkradio (einfacher Online-Service zum Produzieren eigener Radiosendungen und Podcasts) und Live365 (gigantisches Archiv an Radiostationen, die sich online anhören lassen) sein.Blogtalkradio Kategorie 2: Surfen im Web Gewinner in der Surfen-Kategorie sind Browser und RSS-Reader neben persönlichen Startseiten ins Web wie iGoogle und MyYahoo.iGoogle Kategorie 3: Wirtschaft Viele altbekannte Gesichter wie Ebay und Amazon. Mit dabei sind aber auch bei uns weniger bekannte Services wie Craigslist (Verkauf sortiert nach Regionen), Etsy (spezialisiert auf Verkauf von Handarbeitsartikeln) oder Kayak (Suchmaschinen für Reiseangebote).Kayak Kategorie 4: Kommunikation Kategorie 4 zeigt neben bekannten Chat-Services und verschiedenen Clients den Online-Dienst Meebo, der für alle interessant ist, die viel auf fremden Computern arbeiten: er ermöglicht das Chatten ohne Installation mit mehreren Chat-Services gleichzeitig.Meebo Kategorie 5: Productivity In der Kategorie “Productivity” gibt es Kalender und Projektmanagement-Tools. Auch mit dabei sind mobilde To-Do-Listen mit RememberTheMilk und Office-Pakete wie Zoho und GoogleDocs.RememberTheMilk Kategorie 6: Veröffentlichen und Fotografie Online Fotos bearbeiten und teilen sowie Blogs und Homepages erstellen – darum geht es in Kategorie 6. Die Gewinner sind bekannt, aber hervorragend: Flickr, WordPress, Drupal, TwitterFlickr Kategorie 7: Suchmaschinen In Kategorie 7 dreht sich alles um Antworten, Suchen und Wikis. Sehr interessant: die semantische Suchmaschine Hakia, die sich auf die Fahne schreibt, qualitative statt populäre Suchergebnisse zu liefern. Ein erster Blick aufs Web3.0? Unbedingt im Auge behalten!Hakia Kategorie 8: Social Networks Erwartungsgemäß die beliebteste Kategorie bei den diesjährigen Wahlen. Neben den bekannten Größen gewannen Services wie DeviantArt (Online-Sharing für Kunstwerke jeder Art) und StarDoll (Service, um online eine eigene Puppe nach Vorbild von Promis zu kreieren). Für Gamer interessant ist GaiaOnline, eine Mischung aus Social Network und Rollenspiel.Deviant Art Kategorie 9: Tools und Sicherheit In der vorletzten Kategorie tummeln sich Tools zum Datenaustausch (etwa BitTorrent) ebenso wie Online-Storage-Services (etwa Box.net). Interessant sind die Versuche einer Vereinheitlichung der ewig verschiedenen Benutzeraccounts über OpenID.OpenID Kategorie 10: Video In der letzten Kategorie “Video” finden sich neben Video-Plattformen einige interessante Anwendungen: FixMyVideo versucht, verpixelte Videos wieder herzustellen. Veodia bietet Video-Produktion online. Und Joost bietet freies Fernsehen online.FixMyVideo