Björn Rohles

Björn RohlesBjörn Rohles ist Medienwissenschaftler und arbeitet als Projektmanager für das Netz. Natürlich hat er sein eigenes Blog jorni.de, in dem er seine Gedanken und Entdeckungen zu digitalem Papier bringt.

Lifestream: zentrale Sammelstelle für Web-Aktivitäten

Björn Rohles: Lifestream-LogoDas Web kann ganz schön unübersichtlich werden. Da tummelt man sich auf unterschiedlichen Social-Networking-Plattformen und teilt Links, Fotos oder Videos mit seinen Freunden. Auf anderen verfolgt man deren Musikgeschmack, auf wieder anderen werden Nachrichten ausgetauscht. Da fragt man sich schon mal, wo man sich eigentlich zuerst einloggen soll. Lifestream ist ein Dienst, der diese Frage mit einem einfachen "Nur hier" beantworten möchte. Dafür sammelt die Seite dann die Aktualisierungen von Freunden und zeigt sie zentral an einer Stelle an. Nun gibt es auch eine deutsche Version. Grund genug, Lifestream einem umfassenden Blogpiloten-Test zu unterziehen. Wie funktioniert Lifestream? Lifestream ist momentan noch closed beta: wer sich anmelden möchte, braucht eine Einladung. Doch keine Sorge, einfach weiterlesen. Nach der Anmeldung führt ein Assistent durch den weiteren Prozess. Das erste Aha-Erlebnis stellt sich dabei auch schnell ein: Lifestream verknüpft sich mit unglaublich vielen anderen Diensten. Neben den üblichen Verdächtigen wie Twitter, Last.fm oder del.icio.us überraschen dabei besonders die vielen beliebten Angebote, die man sonst eher selten findet: XING, sevenload und Ebay sind bekannte Beispiele. Screenshot von Lifestream Anschließend kann man dann nach Freunden suchen und deren Aktualisierungen folgen. Selbstverständlich kann man zu den Inhalten anderer Kommentare abgeben, und eine Desktop-Anwendung bietet Lifestream ebenfalls. Die Netzwerk-Fähigkeiten sind allerdings eingeschränkt: direkte Nachrichten an andere Nutzer lassen sich nicht verschicken. Für wen ist Lifestream gedacht? Die Idee von Lifestream ist gut, aber nicht neu: Friendfeed, das ebenfalls schon getestet wurde, besetzt als Platzhirsch ein ähnliches Gebiet. Auch schon von den Blogpiloten unter die Lupe genommen: SecondBrain. Bei solcher Konkurrenz stellt sich natürlich die Frage nach den Vor- und Nachteilen der einzelnen Angebote. Lifestream punktet im direkten Vergleich mit der Vielzahl der Dienste, auf die es zugreifen kann. Friendfeed erfreut mit Kommunikationsfähigkeiten, die es sogar schon als Twitter-Ersatz ins Gespräch brachten. Außerdem können thematische Räume angelegt werden. SecondBrain legt den Schwerpunkt auf produktive Aspekte und ermöglicht es, unterschiedliche Inhalte in Kollektionen zu organisieren. Blogpiloten-Urteil Dienste wie Lifestream sind im Trend, sorgen sie doch für mehr Übersicht im Web. Lifestream befindet sich dabei im Wettstreit mit anderen Diensten, die Ähnliches leisten. Schnelle Integration zusätzlicher Dienste und Features wird den Ausgang dieses Rennens bestimmen. Friendfeed hat gerade im US-Raum einen enormen Vorsprung, doch Lifestream stellt mit seiner Lokalisierung im deutschen Raum eine echte Alternative dar. Besonders die Auswahl an in Deutschland beliebten Diensten könnte hierzulande ein entscheidender Punkt sein. Die Blogpiloten haben zehn Invites für die closed beta klargemacht. Einfach ausprobieren, welche funktioniert - wer zuerst kommt, ist klar im Vorteil. Meinungen zum Service dann gerne hier in den Kommentaren!
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Friendfeed sägt am Thron von Twitter

Björn Rohles: Der an sich so beliebte Mikro-Blogging-Dienst Twitter zieht in letzter Zeit immer häufiger den Unwillen seiner Nutzer auf sich. Der Grund: mangelnde Stabilität. Logischerweise nutzen Konkurrenten wie der vor kurzem getestete Plurk diese Schwäche aus. Glaubt man Jason vom calacanis-Blog, ist die Lösung für das Twitter-Stabilitätsproblem aber schon von anderer Seite in Sicht: Friendfeed. Wie in unserem Friendfeed-Test vor einigen Wochen erwähnt, liegt der Schwerpunkt hier im Sammeln von verschiedenen Aktualisierungen seiner Freunde an einer zentralen Stelle. Wie Jason in einem aktuellen Beitrag von gestern jedoch anmerkt, eignet sich Friendfeed auch als Twitter-Ersatz, wenn es um das Beantworten von Beiträgen anderer Nutzer geht. Hierbei können Antworten sogar beliebig lang sein. Und posten kann man in Friendfeed natürlich auch, sogar Videos und Fotos. Sollte Twitter seine Stabilitätsprobleme nicht in den Griff bekommen, könnte seine Vormachtstellung ernsthaft gefährdet sein. Zumal Friendfeed-Applikationen wie Alert Thingy es auch erlauben, Twitter-Feeds einzubinden - sofern Twitter nicht gerade wieder down ist. [MEHR]

Neuer Status bei XING wirbt um Studenten

Björn Rohles: Der deutsche Student tummelt sich im Allgemeinen noch immer munter auf StudiVZ, einige auch im deutschen Facebook. Beide Netzwerke ermöglichen es, persönliche Kontakte zu pflegen, in Bezug auf geschäftliche Möglichkeiten sind sie jedoch nicht geeignet. Diese Lücke möchte nun das Business-Netzwerk XING mit dem neuen Status "Absolvent/Student" füllen, der gestern eingeführt wurde. Damit können werdende Absolventen ihre Universitätsadresse als Geschäftsadresse neben ihrem Profil anzeigen lassen und ihre Studienschwerpunkte ins rechte Licht rücken.neuer Status XING ist im Business-Bereich oftmals unverzichtbar, unter Studenten jedoch noch verhältnismäßig wenig verbreitet. Der neue Status ermöglicht es zukünftigen Absolventen nun, ihre Fähigkeiten in einem professionellen Business-Umfeld zu präsentieren und mit möglichen Arbeitgebern in Kontakt zu treten. Getrübt wird die Freude darüber jedoch durch XINGs Preis- und Nutzerpolitik: ohne Premium-Status ist es fast unmöglich, andere Mitglieder zu kontaktieren. Der monatliche Preis von derzeit 5,95 € dürfte ein Status-Upgrade für viele Studenten jedoch wenig interessant machen. [MEHR]

MySpace öffnet Datenbank

Björn Rohles: MySpace, das größte soziale Netzwerk der Welt, hat seine riesige Datenbank geöffnet. Wie Techmeme berichtet, können externe Seiten über die "Data Availability" genannte Technologie auf die Datenbank zugreifen und Informationen darstellen. MySpace setzt dabei auf Streaming von Inhalten, jede Seite muss immer wieder neu auf die MySpace-Datenbank zugreifen. So bleibt der Dienst jederzeit in Kontrolle über die Informationen. Der Nutzer legt dabei fest, welche Seite auf sein Profil zugreifen darf. Erste Partner zur Zusammenarbeit mit dem System sind Twitter, Ebay und Yahoo. "Data Availability" dürfte die Grundlage für zahlreiche MashUps legen, die auf MySpace zugreifen. Doch dabei ist es nur ein kleiner Schritt hin zu einer umfassenden Kommunikation zwischen den verschiedensten Diensten, die man im Web nutzt. Eine Kommunikation, die meist unter dem Begriff der "Data Portability" zusammengefasst wird. Es bleibt abzuwarten, wann sich diese Portabilität von Daten wirklich richtig durchgesetzt hat, der Weg dorthin ist aber unverkennbar. [MEHR]

Rechenschieberei: Wieviel ist ein Nutzer wert?

Björn Rohles: Ganz aktuell: Nokia kauft Plazes. Der gezahlte Preis wird nicht genannt. Schon länger bekannt, aber nicht weniger spektakulär: der Holzbrinck-Verlag kauft StudiVZ für 85 Millionen Euro. Oder: AOL kauf Bebo für 850 Millionen Dollar. Ähnliche Beispiele finden sich viele. [MEHR]

Wordle: Der Schöne-Wortwolken-Macher

Björn Rohles: Logo von WordleWoher weiß man, worum es in einem bestimmten Text geht? Die meisten Menschen können diese Frage schnell beantworten - nachdem sie den Text gelesen haben. Im Vorfeld allerdings wird es denkbar schwierig, das Thema abzuschätzen. Wie lässt sich der Inhalt übersichtlich visualisieren oder gar für einen Computer verständlich darstellen? [MEHR]

Plurk: Krieg der Welten im Twitter-Universum

Björn Rohles: Logo PlurkErst "There was a time out error". Dann "Twitter returned a bad request error". Twitter, allseits beliebter Mikro-Blogging-Dienst, ist oft so überlastet, dass er die Knie geht. Nicht verwunderlich also, dass sich die Konkurrenten anschicken, sich ein Stückchen vom Kuchen abzuzwacken. Ganz vorne dabei im Wettrennen: Plurk. Doch hat der Aufsteiger wirklich eine Chance gegen den Altmeister? [MEHR]

SecondBrain: einer für alle?

Björn Rohles: Logo SecondBrainWas es nicht alles gibt: Plattformen für Bilder, andere für Videos, wieder andere für Blogs. Wäre es nicht einfacher, alle diese Inhalte zentral verwalten zu können? SecondBrain möchte genau das sein: eine einzige Plattform, die Zugang zu den verschiedenen Inhalten bietet. [MEHR]

Crowdsourcing in der Praxis: Google und das kleine “g”

Björn Rohles: Altes und neues Favicon von GoogleWer in den letzten Wochen einmal etwas gegoogelt hat (also nahezu jeder), dem ist vielleicht eine Veränderung aufgefallen: Google hat ein neues Favicon, also ein neues kleines Symbol neben der Webadresse. Das alte, große "G" wurde zu einem neuen, kleinen "g". Eben jenes ist jedoch nicht beliebt in der Web-Gemeinde, es wurde mit einer in der Sonne geschmolzenen "8" verglichen. [MEHR]

Hobnox (Teil 2): “Ich bin der Sender!”

Björn Rohles: Logo von Hobnox"Ich bin der Sender!", hat Gerrit van Aaken 2005 seine Diplomarbeit genannt - damals zum Thema Podcasting. Seitdem ist einiges im Web passiert, was diese Aussage wahr werden lässt. hobnox schickt sich an, eine neue Stufe in diesem Prozess einzuleiten: mit den umfangreichsten frei verfügbaren Webprogrammen zur Video- und Musikproduktion, die Blogpilot Björn Rohles bisher gesehen hat. Nachdem wir im ersten Teil schon die Anwenderseite besprochen haben, wechseln wir nun die Seiten: der Rezipient wird Produzent. [MEHR]

Hobnox (Teil 1): Fernsehen nach Lust und Laune

Björn Rohles: Logo von Hobnox"Fernsehen ist tot!", schreien die Blogpiloten der Webgemeinde entgegen. Björn Rohles hat sich einen Dienst angeschaut, der diese Behauptung einerseits wahr werden lassen könnte, andererseits aber die Qualitäten des Fernsehens um die Möglichkeiten des Social Web erweitert: Die Rede ist von hobnox. Alles rund um Fernsehkanäle, ob zum Zuschauen oder Produzieren. Und da der Dienst so umfangreich ist, gibt es heute den ersten Teil des Reviews: die Seite des Konsumenten. Der zweite Teil wird dann testen, wie die Produzentenseite von hobnox aussieht - und warum diese Unterteilung im Web wegfällt. [MEHR]

Nur Butter auf’s Brot: Wie Memes das Web relevant machen!

Björn Rohles: Jeremiah Owyang hat in einem lesenswerten Beitrag über verschiedene Verfahren der Informationsvermittlung geschrieben. Grundsätzlich gebe es dabei drei Möglichkeiten: MicroMemes, Network Feeds und MacroMemes. Blogpilot Björn Rohles hat den Beitrag ins Deutsche übertragen und um weitere Beispiele ergänzt. [MEHR]

Social Collaboration in der Praxis: Drei Beispiele

Björn Rohles: Social Collaboration boomt. Björn Rohles hat für die blogpiloten drei exemplarische Dienste herausgesucht. Alle stehen unter dem Motto: wie verbessert man die Welt oder sich selbst? Ning: Soziale Netzwerke für jedermann Logo von NingDie Idee von Ning ist nichts Neues im Web 2.0: Sich mit anderen Mitgliedern vernetzen. Und während man bei immer mehr Netzwerken und sozialen Plattformen teilnimmt, steigert sich die Anzahl an verschiedenen Profilen und Passwörtern ins Unermessliche. Genau dort setzt Ning an: es will eine zentrale Anlaufstelle für jegliche Art von sozialen Netzwerken sein, mit nur einem Login. Man erzeugt sich also einen Ning-Zugang, und schon kann man in einer Vielzahl von bestehenden Netzwerken suchen und sich mit anderen Nutzern vernetzen. Es gibt Netzwerke zu allen erdenklichen Themen. Ning bietet aber noch mehr: eigene Netzwerke mit wenigen Mausklicks. Nur einen Namen aussuchen, dann leitet ein Assistent durch alle weiteren Schritte. So ein eigenes Netzwerk kann alle erdenklichen Features beinhalten: Videos, Blogs, Veranstaltungen, Foren, Notizen, Fotos… Es stehen viele verschiedene Designs zur Auswahl, oder man stellt sich selbst ein Design über Farbfelder zusammen. Sehr schön und beileibe nicht selbstverständlich bei solchen Diensten: der erfahrene Anwender kann sogar selbst ins CSS eingreifen und das Design wie eine selbstgestaltete Homepage aufbereiten. Anschließend sind der sozialen Netzwerkelei keinerlei Grenzen mehr gesetzt: neue Leute kennenlernen, bestehende Freunde einladen, gemeinsam an Projekten arbeiten und vieles mehr sind problemlos möglich.Screenshot von Ning 43things: sozialer Kampf dem inneren Schweinehund Logo von 43thingsWer kennt es nicht: der innere Schweinehund ist mal wieder unglaublich bissig. Oder man vergisst gar die vielen Sachen, die man sich doch eigentlich so fest vorgenommen hat. 43things möchte alle jene ansprechen, denen so etwas bekannt vorkommt. Man erstellt einen Account und gibt ein, was man sich vorgenommen hat. 43things erinnert einen dann nach eigenem Wunsch an seine Ziele. Hat man dann ein Ziel erreicht, kann man es als erledigt markieren und im Archiv ablegen. Die Ziele lassen sich dann an einer anderen Stelle im Netz einbauen. Bisher ganz nett, aber nichts weiter als eine bessere To-Do-Liste. Interessant wird 43things, sobald es um die sozialen Aspekte geht. So kann man sich anschauen, wer sonst noch am gleichen Ziel arbeitet, und sich mit ihnen austauschen. Wer ein Ziel schon erreicht hat, kann ein Feedback mit wertvollen Tipps geben für alle, die noch daran arbeiten. Und man kann andere Nutzer "anfeuern". So wird 43things zur interessanten Alternative zu anderen Techniken, seine Motivation zu erhöhen.Screenshot von 43things change.org: auf dem Weg in eine bessere Welt Logo von change.orgEs steckt schon im Namen: change.org möchte die Welt verändern. Genauer gesagt: verbessern. Und so können sich Menschen und Organisationen dort anmelden, um gemeinsam an den großen Zielen zu arbeiten. Nach dem Login kann man Projekten beitreten, um dort über Maßnahmen zu diskutieren, oder einen Betrag nach Wahl spenden. Oder man kann sich eine Liste vorgeschlagener Aktionen anschauen, die jeder ergreifen kann, um etwas zu bewirken. So schreibt man etwa direkt von der Seite aus eine E-Mail an einen Politiker oder klärt Freunde über bestehende Missstände auf. Und, es ist ja schon selbstverständlich im Web 2.0, man kann auch eigene Projekte starten, um gemeinsam mit anderen an einer besseren Welt zu arbeiten. Change.org setzt somit in die Tat um, was für jede soziale Veränderung Voraussetzung ist: sie beginnt von unten, in den Köpfen und Handlungen der Menschen, und wird nicht von oben herab diktiert.Screenshot von change.org [MEHR]

Wisdom of the Crowds: Definition, Praxis und Kritik

Björn Rohles: James Surowiecki hat mit seinem Buch "The Wisdom of the Crowds" für einigen Wirbel in der Web-2.0-Welt gesorgt. Für die einen sind seine Ideen der Inbegriff von kollektiver Zusammenarbeit, für die anderen die Herrschaft des Pöbels. Doch worum handelt es sich dabei? [MEHR]

Social Collaboration: eine Chance für Unternehmen?

Björn Rohles: Das readwriteweb hat in einem interessanten Beitrag von Alex Iskold die Frage nach dem sozialen Unternehmen gestellt und beurteilt, was funktioniert und was nicht. Blogpilot Björn Rohles hat eine deutsche Zusammenfassung und Erweiterung des Beitrags erstellt und fragt: Wie können Unternehmen Social Collaboration einsetzen? [MEHR]