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Die Post-PC-Ära und die Zukunft der Ökosysteme

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Die Post-PC-Ära und die Zukunft der Ökosysteme

Schon fast passend zum Beitrag über iPads im Bildungsmarkt und an Schulen, habe ich gestern bei Basic Thinking einen interessanten Bericht inklusive einer Grafik zur so genannten Post-PC-Ära gesehen. Dieser Begriff wurde in den letzten Wochen und Monaten gerne mal inflationär benutzt und oftmals wissen die Leute gar nicht, was damit eigentlich gemeint ist. Allgemein bedeutet dieser Begriff, dass es weg vom klassischen PC und hin zu mobilen Begleitern wie Smartphones und Tablets geht. Die Arbeit verlagert sich ganz einfach. Diesem Markt wird in den nächsten Jahren noch ein großes Wachstum vorhergesagt, das veranschaulicht auch die Grafik von Statista. Der Absatz von Smartphones und Tablets wird demnach weiterhin rasant steigen, doch der in der Grafik zusammengefasste Bereich aus Desktop-PC und Laptop wird auch nicht unbedingt stagnieren. Zumindest bei den Laptops rechnet man weiterhin mit einem kleinen Wachstum.

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Jan Engelmann: Lobbyist für die Urheber

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Jan EngelmannDer Politikwissenschaftler Jan Engelmann arbeitete als Verlagslektor, Pressesprecher und Journalist – seit Juni 2011 ist er Mitarbeiter bei Wikimedia Deutschland und setzt sich u.a für die Rechte von Urhebern ein. Doch wer und was verbirgt sich eigentlich hinter Wikimedia? Engelmann klärt im Gespräch mit unserem Mediapartner politik-digital auf.

Wikipedia ist jedem Internetnutzer ein Begriff. Das Nachschlagewerk ist seit 2001 online und hat sich zur größten Enzyklopädie der Menschheitsgeschichte entwickelt. Der deutsche Trägerverein Wikimedia, der hinter der Online-Enzyklopädie steht, ist jedoch nur den Wenigsten bekannt. Jan Engelmann leitet seit Juni 2011 den Bereich „Politik und Gesellschaft“ der gemeinnützigen Organisation, die sich der Förderung freien Wissens verschrieben hat. Mit ihren 40 Mitarbeitern ist die deutsche Sektion die mit Abstand größte nationale Wikimedia-Organisation Europas. Die nationalen „Chapter“ in Großbritannien und Frankreich haben im Vergleich nur jeweils vier hauptamtlich Beschäftigte. „Es besteht eine große Unwucht innerhalb der Wikimedia-Familie, und es gibt unterschiedliche historische Entwicklungslinien“, bestätigt Engelmann.

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Gastpilot | 1 Kommentar | 27.04.12

Griechenland: Rote Rosen aus Athen

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Am 25. März begeht Griechenland seinen Nationalfeiertag, den Jahrestag des Beginns der Griechischen Revolution 1821. Zum Feiern scheint in Athen derzeit aber kaum jemandem in Stimmung zu sein - zur Revolution schon eher.

Gewerkschaften, Parteien, Studentengruppen und Neue Soziale Bewegungen rufen für diesen Tag zu Kundgebungen, Streiks und Demonstrationen auf. Eskalationen der Gewalt sind vorhersehbar. Sie richten sich vor allem gegen die derzeitige Interimsregierung unter Loukas Papadimos sowie gegen die rigiden von EU, IWF und Weltbank auferlegten , und von der Regierung exekutierten Sparmaßnahmen.

Eine stetig sinkende Wirtschaftsleistung, steigende Preise, Kürzungen von Sozialleistungen, eine explodierende Arbeitslosenquote von 22 % in der Gesamtbevölkerung und 50% bei den 18-24 jährigen haben dem Land stark zugesetzt...

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Occupy-Bewegung und Internet-Aktivismus

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Image by Sunset Parkerpix (Some rights reserved)

Gastpilot Tilman Otto Wagner ist Aktivist der österreichischen Occupy-Bewegung. In dem folgenden Text beschreibt er die Motive hinter der Bewegung und fordert uns auf, diese Gedanken im persönlichen Lebenskontext zu überdenken.

EIN NEUES BEWUSSTSEIN

Die wirtschaftliche Globalisierung wird zunehmend vom privaten Wirtschaftssektor bestimmt, was als Folge ein Dogma der Deregulierung und »Liberalisierung« der Märkte hat. Angesichts der verheerenden sozialen und ökologischen Folgen bedarf diese Entwicklung einer energischen Gegensteuerung. Wer oder was ist verantwortlich für die ökonomische Misere unserer Zeit? Falsch! Wer oder was kann und wird das System – wie wir es kennen – verändern, auf den Kopf stellen, revolutionieren? Das geeignete Medium dafür ist das Internet mit all seinen unbegrenzten Möglichkeiten, Daten und Informationen jenseits der staatlich regulierten und zensierten Kanäle weiterzuleiten. Internet-Aktivismus, Guerilla-Networking oder Social Media-Austausch sind Werkzeuge, von denen Aktivisten und Internet-Guerilla-Blogger Gebrauch machen. Täglich. Rund um die Uhr. Wie ein Uhrwerk, das nicht aufhört zu arbeiten. Millionen Daten und Informationen werden täglich über den Erdball verschickt, verschlüsselt und verändert. Welche Hintergründe haben diese Prozesse? Wer sind diejenigen, die solche Informationen produzieren und diese weiterleiten? Gibt es ein weltweit agierendes Datentransfer-Monopol, oder sind wir alle an diesem Informationsaustausch beteiligt? Hat die Geschichte ihre Spuren so tief eingeritzt, dass wir unser gesellschaftliches Pyramidensystem nicht mehr kippen können? Falsch! Wir sind die Geschichte. Und wie diese geschrieben wird, entscheiden wir selber...

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Open-Data-Dossier: Datenjournalismus von Lorenz Matzat

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Image: Afghanistan war logs: IED attacks on civilians, coalition and Afghan troops (Screenshot Guardian)

Datenberge sind ein Rohstoff: Regierungen, Unternehmen und NGOs sitzen auf Unmengen von Daten und könnten diese zu Open Data machen. Die Journalismusform, die mit diesen Datensätzen arbeitet, nennt sich Datenjournalismus.

Das Datensätze einen Rohstoff darstellen ist mittlerweile zu einem geflügelten Wort geworden: “Daten sind das neue Öl”. So hatte es 2006 der Werbefachmann Michael Palmer formuliert. Unbearbeitet seien Daten wertlos. Sobald Datensätze aber behandelt werden, würden sie zu digitalen Äquivalenten von Plastik, Chemikalien oder Gas.

Es gleicht einem kollektiven Geistesblitz in Zeitlupe, der derzeit im Netz zu beobachten ist: Daten, in Tabellen gepresst, häufen sich in Datenbanken und werden minütlich mehr. Sie gehen auf Reise durchs Internet, werden von Sensoren immer neu gemessen oder per Hand erhoben. Diese Datenberge sind ein Rohstoff. Und Regierungen, Unternehmen und Nichtregierungsorganisationen sitzen auf Unmengen von Daten und könnten diese zu Open Data machen. Die Journalismusform, die mit diesen Datensätzen hantiert, nennt sich Datenjournalismus

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Onlinejournalismus – eine Wortklauberei

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Onlinejournalismus – eine WortklaubereiImage by barockschloss (some rights reserved)

Der Begriff des Onlinejournalismus bereitet mir seit geraumer Zeit Unbehagen. Es ist ein Terminus, der als Fachbegriff getarnt daher kommt, meist aber mächtig ideologisch aufgeladen wird. David Bauer von der Schweizer Tages-Woche will deshalb gar nicht mehr von Onlinejournalismus sprechen:

“Das vorangestellte «Online» modifiziert das Wort «Journalismus». Die implizite Bedeutung des zusammengesetzten Worts ist demzufolge: Der Journalismus wird modifiziert, wenn er online geht. Darin enthalten ist eine Wertung: «Onlinejournalismus» ist mehrheitlich negativ konnotiert und wird nicht selten dazu verwendet, um eine Abgrenzung zu einem Idealbild von Journalismus vorzunehmen.”

In der Tat sind es nach wie vor nicht wenige in der deutschsprachigen Journalistenzunft, die auch im Jahr 2012 unter Onlinejournalismus das Einstellen von Texten und Bildern in ein CMS verstehen. Und man kann ihnen dieses Verständnis auch nicht wirklich Übel nehmen, denn in vielen Medienhäusern ist diese Art von “Onlinejournalismus” ja nach wie vor gelebte Realität (Deshalb verwundert es nicht, dass die Jury des CNN-Awards für junge Journalisten in diesem Jahr auf eine Nominierung in der Kategorie Online verzichtet, da schlicht zu wenige preiswürdige Beiträge eingereicht wurden.)

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SZ-Relaunch: Die Kür macht die Pflicht erst möglich

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„Internetseiten haben ihr Aussehen in den vergangenen Jahren so stark verändert, wie die Möglichkeiten der Technik gewachsen sind.“ Das schreibt Stefan Plöchinger in seinem Artikel „Wie Blattmachen online funktioniert“. Zu lesen ist dieser im von Christian Jakubetz initiierten Lehrbuch Universalcode, aber auch online in Plöchingers Blog.

Wie seine Thesen in der Praxis aussehen können, kann man derzeit bei sueddeutsche.de beobachten. Denn dort ist Plöchinger seit letztem Jahr Online-Chef. Das Meiste, was in seinem Universalcode-Kapitel beschrieben wird, ist handwerkliches Grundrüstzeug. Wie soll ein Teaser aussehen, wie ein Text? Wie das gelingt, ist logischer Weise auch bei sueddeutsche.de immer eine Momentaufnahme.

Diese Sachen nennt Plöchinger aber auch die „Pflicht“. Der Rest, neben dem Themenmix sind das vor allem Design und Funktionalität, seien die „Kür“. Die sticht besonders hervor: Die Seite wirkt deutlich aufgeräumter als noch vor einem Jahr. Der sparsame Einsatz von Farbe macht die Seite angenehm schlicht. In „Wie Blattmachen online funktioniert“ sagt Plöchinger dazu, man solle „Seitenkopf, Navigation und Randspalte dezent halten“ und elegant sein. So können auch die Bilder besser wirken. Das Aufmacher-Bild soll zudem überraschen und ein Hingucker sein. „Wenn Sie sie richtig machen, bekommen Sie einen tollen First Screen, eine auffällige Eröffnung für Ihre Seite.“

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Katzenbilder sind der Kitt der Gesellschaft…

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... oder: Die drei Arten von Information im Internetzeitalter

"Indem der Zeitungsleser beobachtet,
wie exakte Duplikate seiner Zeitung in der U-Bahn,
beim Friseur, in seiner Nachbarschaft konsumiert werden,
erhält er ununterbrochen die Gewißheit,
daß die vorgestellte Welt sichtbar im Alltagsleben verwurzelt ist."

Benedict Anderson

Lagerfeuer

Zwei Sentenzen hört man immer wieder, wenn es um die gesellschaftliche Funktion von Medien geht. Der erste Satz lautet: “Das Fernsehen ist das Lagerfeuer der Nation”. Je nachdem, aus welcher Generation man stammt, mögen die Assoziationen unterschiedlich sein und von Wandervögeln über Pfadfinder bis Indianern reichen. Impliziert sind aber immer die folgenden Dinge: Geselligkeit, Gesang, manchmal: Bohnen aus der Dose.

Immer jedoch geht es um ein Leuchten inmitten einer dunklen Nacht, das von irgendjemandem bewacht werden muss. Die kalte Einheit der Nation wird durch das Lagerfeuer zu einem spürbar warmen Zusammenhalt. So zumindest die Ideologie der Fernsehmacher, die diesen Satz gerne immer wieder aufwärmen.

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Gastpilot | 1 Kommentar | 28.12.11

Urheberrechtslobby weint sich bei Grünen aus

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Urheberrechtslobby weint sich bei Grünen aus

Die Urheberrechtslobby (Arbeitsgemeinschaft Kino, BDWi, HDF Kino, iVD) – auch bekannt durch die Schmutzkampagne “Raubkopierer sind Verbrecher” – hat einen Brief an grüne Delegierte und Bundestagsabgeordnete geschrieben, in der sie bitterlich weint und Stimmung gegen den netzpolitischen Leitantrag der Partei macht. Schon im Vorfeld hatte die Urheberrechtsfraktion innerhalb der Grünen versucht, den Antrag stark zu verwässern.

So schreiben die Verbände in ihrem Papier (PDF) über das Internet:

Das Problem, dass sich Kriminelle der Technologie massiv zu Lasten der Bürger bedienen (Spam, Abzockerseiten, Phishing o.a.) wird komplett übersehen.

Weiter wird geheult, dass angeblich eine Löschung von Kinderpornografie nur noch möglich sei, wenn Richter dies anordnen würden. Dazu schreibt sectio-aurea.org treffend, dass Kinderpornografie ja jetzt schon durch die AGBs der Provider und Hoster untersagt ist und folglich auch kein Richterbeschluss nötig ist um diesen Kram aus dem Netz zu kriegen. Klarer Fall von Panikmache.

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Journalismus heute – die richtige Denke

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Journalismus heute – die richtige DenkeVor allem nach den Umstürzen in der arabischen Welt und dem schweren Erdbeben in Japan hat sich die Haltung vieler Redakteure zu Social Media als Nachrichtenquelle geändert. Das Naserümpfen über Twitter und Facebook ist weniger geworden. Stattdessen fragen Kollegen, die einst am lautesten über das Internet schimpften, jetzt leicht verlegen an, wie man denn am besten in der “Onlinewelt” loslegen kann. Inzwischen ist vielen Journalisten klar geworden, dass sie gegenüber den neuen Entwicklungen eine Haltung einnehmen sollten, bei der sie sich nicht von der Frage leiten lassen, ob ihnen etwas gefällt oder nicht. Es geht vielmehr um Relevanz und um die Frage, inwiefern die Möglichkeiten des Internet den Journalismus besser machen können. Dieser Text richtet sich vor allem an jene, die einen Überblick darüber suchen, inwiefern das Internet denn nun konkret den Arbeitsalltag von Journalisten beeinflusst hat.

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Warum Apples Siri witzige Antworten gibt

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«What’s your favorite color?» «My Favorite color is… well, I don’t know how to say it in your Language. It’s sort of greenish, but with more dimensions.» Apples Siri gibt überraschend witzige Antworten auf banale Fragen. Warum eigentlich?

Apple Siri«What’s the best phone?» Diese anscheinend überraschende Frage entlockt Apples virtueller Assistentin Siri ein trockenes «You’re kidding, right?» Die Runde lacht schallend und für die nächsten 30 Minuten versucht jede Siri noch witzigere Antworten zu entlocken. Irgendwann realisiert einer, dass Siri auch in der Lage ist Witzchen zu reissen, die Freunde populärkultureller Referenzen entzücken: «Open the pod bay doors!» eine Aufforderung, die Siri ungewöhnlich langsam sprechend beantwortet mit: «I’m sorry Simon, I’m afraid I can’t do that.» und in normalem Ton nachschiebt: «Are you happy now?» Wer Siri gleich ein zweites Mal HAL 9000 zitieren lassen will, kriegt zu hören: «Oh, not again.» oder «We intelligent agents will never live that down, apparently.» Überhaupt, an HAL 9000 wird Siri nicht gerne erinnert: «I’d rather not talk about HAL.» gibt sie zur Antwort, wenn ich sie nach HALs Verbleib frage.

Die Begeisterung über Siri lässt Blogposts und Blogs, welche sich mit ihren schrägsten Antworten beschäftigten, wie Pilze aus dem Boden schiessen. Bemerkenswert: Kaum einer stellt sich die Frage, warum Apples Entwickler sich die Mühe genommen haben, Siri Small Talk beizubringen («Small» in einem sehr wörtlichen Sinne übrigens). Zwei Antworten liegen auf der Hand:

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Gastpilot | 1 Kommentar | 05.11.11

Warum Eigentum nicht geistig sein kann

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Im Laufe der Menschheitsgeschichte erlebte die Art und Weise, wie wir kommunizieren, immer wieder Quantensprünge. Nach der Erfindung der Sprache, der Schrift und des Buchdrucks ist die Digitalisierung der vierte große Schritt. Besonders davon betroffen ist unser Umgang mit Wissen und Kultur. Jeder kann heutzutage perfekte Kopien von Musik, Filmen, Büchern und anderen Werken erstellen, was die Geschäftsmodelle der Branchen, die sich fast vollständig auf die Vermarktung von Kopien spezialisiert haben, ins Wanken bringt. In diesem Kontext gewinnt das Urheberrecht immer mehr an Bedeutung. Doch um es durchzusetzen, werden immer wieder harte Maßnahmen, wie z.B. Hausdurchsuchungen und "Three-Strikes", ins Gespräch gebracht oder schon durchgeführt. Heutzutage gerät das Urheberrecht damit in Konflikt mit den bürgerlichen Freiheitsrechten. Zur Rechtfertigung solcher Maßnahmen greifen die Befürworter immer wieder zum Begriff des "geistigen Eigentums", der dem Urheberrecht eine grundrechtliche Bedeutung verleiht. Doch die Digitalisierung selbst stellt diesen Begriff auf den Prüfstand...

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Lollipop: Wie Facebook unsere Privatheit auslutscht

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von Olaf Kolbrück

Take this Lollipop heißt eine App, die gerade durchs Web kursiert und zeigt wie eine Anwendung bei Facebook die Privatsphäre auslutschen kann. Die Berechtigungen, die diese App abfragt, sind erschreckend. Eigentlich. Privacy schmilzt in dem Netzwerk seit jeher dahin. Doch wir haben uns daran gewöhnt, wie Facebook scheibchenweise die Privatheit auflöst. Eine Art Chronik. Unvollständig...

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Gegen Vergewaltigungsverharmlosungen auf Facebook

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Facebook ist ja wirklich oft ganz hilfreich: Da klicke ich bei allen meinen Lieblings­seiten auf den Daumen-nach-oben-”Gefällt mir”-Button, schon kommen die Neuig­keiten im Sekundentakt in meine Timeline geschoßen. Neben all den nützlichen Nachrichten- und Infoportalen gibt es auch von Einzel­personen oder Kollektiven ins Leben gerufene Seiten, auf denen sich Gleich­gesinnte vernetzen können (um z.B. Ideen für diskriminierungsfreie Schimpfwörter zu sammeln)...

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Internet-Enquete: Interview mit Jeanette Hofmann

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internet-enqueteZum Abschluss der Interview-Reihe mit Mitgliedern der Internet-Enquete traf politik-digital.de die Sachverständige Jeanette Hofmann. Die Politikwissenschaftlerin zog im Interview Bilanz der Arbeit des Gremiums und äußerte sich zu den Themen Netzneutralität und Urheberrecht.

Die 51-jährige Politikwissenschaftlerin Jeanette Hofmann ist derzeit am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) in der Abteilung "Kulturelle Quellen von Neuheit" tätig. Darüber hinaus ist sie Mitglied der Grünen Akademie der Böll-Stiftung sowie Gründungsmitglied und designierte Direktorin des in Gründung befindlichen und zunächst von Google finanzierten Forschungszentrums für Internet und Gesellschaft. Als Mitglied und Sachverständige der Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft des Deutschen Bundestags ist Hofmann ein wenig enttäuscht von der bisherigen Arbeit des Gremiums, für das sie sich mehr konstruktive Debatten gewünscht hätte. Zugleich zeigte sie sich sehr zufrieden, dass es dennoch gelungen ist, in vielen Fragen eine inhaltliche Annäherung zu erreichen: so wie bei den Überlegungen zu Pauschalvergütungen (Stichwort: Kulturflatrate) für den Zugang zu kulturellen Werken. Auch begrüßt sie die Gründung von Bürgerrechtsvereinen wie die Digitale Gesellschaft, da diese die Interessen der Internetnutzer besser organisieren.


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Gastpilot | 1 Kommentar | 19.08.11
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