Thomas GigoldWarten auf Godot?

Wie man sein Blog bekannt macht? Dafür gibt es kein Patent-Rezept. Aber ein paar gute Tipps. Wir haben einige zusammengetragen: Als die Blogszene in Deutschland Ende 2000 noch aus nur zwei Dutzend Weblogs bestand, begrüßte man Neulinge noch mit einem freundlichen “Hallo”. Jeder konnte sich gewiss sein: Die Blogwelt wird auf mich aufmerksam – wenn ich will. Heute ist das ungleich schwerer. Zwar gibt es mehr Blogs denn je, die freundliche Worte der Begrüßung verbreiten könnten, die wenigsten allerdings machen dies. Zeit also für die Frage: Wie mache ich mein Blog bekannt? Schreibe regelmäßig, und gib nicht auf! Ja, wenn es doch so schön bliebe: Fängt man mit dem eigenen Weblog an, gibt es eine Euphorie: “Hallo Welt, hier bin ich!” Doch bald kommt der Alltag wieder, und die Lust etwas ins Blog zu schreiben, schwindet. Doch: Ein Blog ist erst ein Blog, wenn es ab und an mit neuen Gedanken befüllt wird. Niemand schreibt vor, wie oft man das eigene Blog füttern soll. Doch Blogs sind wie Tamagotchi: Sie sterben schnell. So also muss es sein – vor allem, wenn man sich mit dem eigenen Weblog profilieren will -: Schreibe regelmäßig. Sei nicht langweilig! Man muss unterscheiden, zwischen Tagebuch-Blogs und Themen-Blogs. Schreibst Du ein Themen-Weblog, so sei ein Kenner dessen, über das Du schreibst. Habe eine Meinung und äußere diese. Nicht zu iedem. Nicht zu allem. Sondern zu dem, was dich interessiert. Blog sind keine journalistische, meinungsfreie Zone. Sie sind ein meinungsbeeinflusstes Medium, ein Diskussionsherd. Nutze es, sei meinungsfreudig und mutig. Habe ein Gesicht! Werde Jemand für Deine Leser. Das bedeutet nicht unbedingt, dass man ein Bild von Dir auf Deinem Weblog finden muss, aber durchaus ein paar Zeilen über Dich. Ein Leser möchte wissen, wer Du bist. Und es bedeutet: Gib Deinem Weblog ein Gesicht. Und damit ist nicht das Standard-Template von WordPress gemeint. Weblogs sind so individuell wie ihre Autoren. Gönne Deinem Weblog also auch eine entsprechende Aufmachung. Und wenn es ein fertiges Template ist: Such nicht die “meist genutzten”, sondern das andere Ende dieser Skala. Mehr: Ben Yoskovitz, Darren Rowse, Ralf Graf Volle RSS-Feeds! Ja, ein kontroverses Thema. Zwei Fronten mit verständlichen Argumenten treffen beim Thema “Vollfeed” aufeinander. Und trotzdem sollte für Weblogs gelten: Stelle Deine Artikel vollständig als RSS-Feed zur Verfügung. Oder bekommst Du auch nur die Schlagzeilen Deiner Tageszeitung und musst für jeden Artikel zum Briefkasten laufen? Mehr: Robert Basic, Vladimir Simovic, René Kriest Rede mit Anderen! Blogs leben von der Verbindung untereinander. Und da es schnell langweilig wird, wenn nur Blogs miteinander reden, sollten Blogger auch miteinander reden: Hinterlasse (sinnvolle) Kommentare auf anderen Blogs wenn Dich ein Thema interessiert. Dort darfst Du durchaus auch einen direkten Link hinterlassen, wenn Du Dich in einem eigenen Blog-Eintrag mit dem gleichen Thema beschäfftigt hast. Antworte Deinen Lesern auf Kommentare, die sie Dir hinterlassen. Und behandele Deine Leser so, wie Du behandelt werden möchtest. Zeige Verständnis, sei nett und respektiere Blogger, Leser und all die Anderen … Und wenn Du magst: Gehe raus. Halte Augen und Ohren offen, denn oft finden hier und da Bloggertreffen statt. Dort lernst Du all die kennen, von denen und über die Du sonst nur liest. Und sie lernen Dich kennen. Mehr: Trackbacks und Pingbacks, Netiquette, Johnny Haeusler (Satire) Nimm an Wettbewerben teil! Das Phänomen des Blog-Karneval greift auch in Deutschland um sich. Bei einem Blog-Karneval versucht man, möglichst viele Artikel und Stimmen zu einem bestimmten Thema zu bekommen. Zwei aktuelle Beispiele sind der 3. Business Blog Karneval und der WordPress Karneval. Beteilige Dich an solchen Aktionen. Wenn Du etwas dazu beitragen kannst. So hast Du die Möglichkeit auf Dich, Dein Blog und Dein Know-How aufmerksam zu machen. Gib etwas (zurück)! Du hast ein eigenes Template entwickelt? Ein PlugIn für das Weblog-System programmiert? Eine gute Artikel-Serie geschrieben? Dann lasse Deine Leser daran teilhaben. Fasse die Artikel-Serie zu einem PDF zusammen, veröffentliche das PlugIn oder Template und stelle die Sachen zum Download zur Verfügung. Oder fasse interessante Artikel zu übersichtlicheren Listen zusammen. Kurz: Schaffe Übersichtlichkeit und Reize. … und vergiss bei Downloads nicht, Deine URL im Template, PlugIn oder eBook zu hinterlassen. Blogs brauchen Pflege. Zuwendung. Und Zeit. Die Aufgabe ist: Seinen eigenen Weg, das eigene Thema und die eigene Stimme zu finden. Nicht das zu machen, was 100 andere machen. Der Rest kommt dann eigentlich von allein … Und zum Schluss noch zwei plus vierundfünfzig kleine Tipps von Seth Godin: Schreibe auf Englisch! Noch besser: Schreibe auf Chinesisch ;-) How to get Traffic to your Blog
Über den Autor / die Autorin
ist Journalist und Berufsblogger. Blogger ist Gigold bereits seit den letzten Dezembertagen des Jahres 2000, seit 2005 verdient er sein Geld mit Blogs und arbeitete u.a. für BMW, Auto.de und die Leipziger Messe. Selbst bloggt Gigold unter medienrauschen.de über Medienthemen.
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21 Kommentare zu “Warten auf Godot?”
| medienblogger schreibt:

“Rede mit Anderen!”

Finde ich, ist das Erfolgsrezept überhaupt, zumindest für den Anfang.

Das mit dem Blog-Karneval muss ich mir aber auch mal anschauen.

 
| bosch schreibt:

Guter Beitrag, letztendlich bringt es wohl nur das kontinuierliche Schreiben. Dann kommen irgendwann zwangsläufig ein paar regemäßige Besucher. Cem und ich warten derweil auf Murat.

 
| Darklistener schreibt:

warten auf Godot?

War nicht so, das Godot nicht erscheint?

aachja um mal einem Tipp zu folgen,

darklistener.blog.de

 
| Linktipp: Blog bekannt machen | NanoPub schreibt:

[...] Linktipp: Blog bekannt machen Autor:Jan Thomas Gigold hat bei den Blogpiloten eine Liste mit nützlichen Tipps und Links zum Thema “Wie mache ich mein Blog bekannt?” veröffentlicht. Sie lauten: [...]

 
| Thomas Gigold schreibt:

Richtig, Godot kommt nicht. Deswegen ja auch das Fragezeichen ;-)

 
| Artikelsammlung: Wie wird mein Blog bekannt? » Artikel » NSAHs Blog schreibt:

[...] Warten auf Godot? [...]

 
| Suman Chowdhury schreibt:

Gute Tipps!

 
| Herman Pachulke schreibt:

Sven Dietrich von POP64 hat da ooch einiges Wissenswertes zu zusammenjetragen: http://www.pop64.de/blog/2007/04/06/wie-bekomme-ich-mehr-besuchertraffic-ins-blog/

 
| Jens schreibt:

Okay, ich lerne dann jetzt mal Chinesisch. ;)

 
| John schreibt:

Gute Tipps.
Allerdings braucht das ganze auch wirklich Zeit!

 
| Viewy schreibt:

Sehr gute Hilfe für Indy-Blogger wie mich die mal mehr als 10 besucher haben wollen.
Also an alle die gerne meine sicht der Musik, des Films, der serien oder einfach nur Altagssituationen lesen möchten http://www.viewy.tk
Gruss benny

 
| leonope schreibt:

Zum Thema Vollfeed:

Ich denke, das hängt auch von der Länge des Beitrages ab. Habe ich nur 2 Zeilen geschrieben, was leider viele tun (und dann einen Link oder einfach …more… einblenden), dann fühle ich mich veräppelt. Natürlich kann man so einen weiteren Hit auf eine weitere Seite generieren. Nun ja, wers braucht?

Habe ich aber einen Artikel, der über ein gewisses Volumen hinausgeht, dann denke ich ist der Vollfeed nicht gerade nützlich. Ich will in einer Minute sehen/lesen, ob mich das was ich vorgesetzt bekomme interessiert und wenn ja, dann ist es ja legitim, den Leser auf meinen Blog zu holen. Und er wird auch hingehen. Dafür betreibe ich ja meinen Blog.

Und auch wenn der Feed nicht vollständig ist, geht es mit einer mehrzeiligen Einführung doch weit über eine Präsentation von nur einer Schlagzeile hinaus.

In dem Sinne sollte man sich überlegen was und wieviel man als Vorab-Information bekanntgeben will. Natürlich immer abhängig davon, wie gross der Artikel ist. Als Verlag schicke ich ja auch keinem ein ganzes Buch zum Lesen, wenn ich es eigentlich verkaufen will. Von daher gibt es eine “Leseprobe” und wenns gefällt, hey, es ist jeder herzlich eingeladen bei mir vorbei zu schauen.

Schönen Tag noch :)

 
| Joe schreibt:

Danke für die Tipps! Sind wirklich brauchbar

 
| Marketinginstrument Blog: Wie komme ich in die Top Ten bei Google und den Blogcharts schreibt:

[...] Blogpiloten: Warten auf Godot. [...]

 
| Wie kommt man in die Top Ten bei Google und den Blogcharts @ Brandt Aktuell schreibt:

[...] Blogpiloten: Warten auf Godot. [...]

 
| Goggi schreibt:

Vielen Dank für die tollen Tipps. Etwas noch hast Du vergessen: Trage Deine Blogs in Verzeichnisse ein. Es gibt viele Seiten, auch kleinere, bei denen man (nicht wie bei Technorati) auch mal gesehen wird.

 
| mvp schreibt:

Hallo,

einen echten Adelstitel.us kann auf der Seite http://www.adelstitel.us erlangt werden.
Kein Künstlername sondern ein echter Titel. Wie? Durch Heirat oder Adoption.
Wo? In Deutschland oder in den USA. Warum in den USA? Weil die Gerichte (bei Adoption) schneller arbeiten. Dort ist es innerhalb von 14 Tagen erledigt. In Deutschland dauert es bis zu 7 Monate.
ciao
MvP

 
| Wie kommt man in die Top Ten bei Google und den Blogcharts » Brandt Aktuell schreibt:

[...] Blogpiloten: Warten auf Godot. [...]

 
| ^^ schreibt:

liegt eigentlich schon jemand aufm blogger-friedhof? bekanntlich liegt ja schon einer aufm mischler-friedhof^^

 
| Wie kommt man in die Top Ten bei Google und den Blogcharts - Brandt Aktuell schreibt:

[...] Blogpiloten: Warten auf Godot. [...]

 
| Wie kommt man in die Top Ten bei Google und den Blogcharts - TeraBlog - Tipps und Tricks schreibt:

[...] Blogpiloten: Warten auf Godot. [...]

 
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