Teilt es mit anderen: So erstellt ihr euren eigenen Blog

Ein eigener Blog ist eine tolle Sache! Es ist die perfekte Möglichkeit, seiner Kreativität Ausdruck zu verleihen und seine Gedanken loszuwerden. Mit einem eigenen Blog könnt ihr Menschen erreichen und sie bewegen. Auf der anderen Seite könnt ihr mit einem gut gepflegten Blog auch eine Menge Geld verdienen, indem ihr Werbeanzeigen auf ihm schaltet. Das erfordert aber natürlich eine Menge Arbeit. Aber wenn ihr es schafft und euch das Schreiben Spaß macht, könnt ihr durch einen Blog euer Hobby zum Beruf machen.

Einen Blog zu erstellen, dauert wirklich nicht lange. Es gibt kostenlose Varianten und solche, für die ihr ein Minimum an Geld benötigt. Beide Möglichkeiten werde ich euch später noch vorstellen. Doch bevor es endlich losgeht, gibt es noch einige Fragen, die ihr vorab für euch klären solltet. Das ist wichtig, damit ihr festlegen könnt, wohin die Reise geht und was euer Ziel mit dem Blog ist. Geht es euch nur darum, eure Gedanken loszuwerden und schreibender Weise eure Gefühle zu verarbeiten? Oder wollt ihr professionelle Inhalte erstellen, die Menschen inspirieren und animieren und die euch finanziell zugute kommen könnten?

Einige Fragen vorab

Fragen, die ihr im Vorfeld also beantworten solltet, sind:

  • Warum wollt ihr einen Blog erstellen?
  • Geht es euch eher darum, eure Gedanken aufzuschreiben oder wollt ihr Geld mit eurem Blog machen?
  • Welches Thema soll im Zentrum eures Blogs stehen?
  • Habt ihr Lust, in regelmäßigen Abständen über dieses Thema zu schreiben?
  • Wisst ihr genug über dieses Thema, um regelmäßig neue Artikel dazu zu schreiben?
  • Könnt ihr euch vorstellen, jeden Tag oder alle paar Tage etwas für euren Blog und die Menschen, die ihn lesen, zu veröffentlichen?

Kostenlose Blogs erstellen

Der erste Vorschlag, den ich euch für einen kostenlosen Blog mache, ist WordPress. WordPress hat zahlreiche Vorteile, sodass auch wir Netzpiloten die Anwendung für unsere Website nutzen. Zum einen handelt es sich bei WordPress um ein wirklich ausgereiftes Content Management System (CMS), da es schon seit einigen Jahren besteht und zudem über eine große Community verfügt, die dazu beiträgt, dass WordPress immer besser wird. Sollte man einmal Hilfe brauchen, kann man sich über die Unterstützung aus der Community freuen.

Zudem gibt es zahlreiche Plugins, die man benutzen kann, um seinen Blog den eigenen Vorstellungen anzupassen. Ultimativer Pluspunkt für WordPress: es ist kostenlos und es besteht auch die Möglichkeit, WordPress zu benutzen, ohne die Domain .wordpress.com zu verwenden. Einziger Nachteil: es eignet sich nur bedingt für den kommerziellen Einsatz, da auf WordPress-Blogs keine Werbung geschaltet werden darf.

Alternativen zu WordPress

Eine Alternative zu WordPress ist Joomla!, ein weiteres Content Management System. Bei Joomla! gibt es eine strikte Trennung zwischen Design und Inhalt. Die Bedienung ist intuitiv und damit sehr gut für Anfänger geeignet, da es keiner großen Erklärungen bedarf. Allerdings bietet Joomla! weniger Erweiterungen als WordPress und einige sind sogar kostenpflichtig. Weitere Kosten kommen für das Mieten eines Servers hinzu, dies ist bei Joomla! nicht enthalten.

Alternativ zu WordPress und Joomla! könnt ihr auch Blogger nutzen. Vielleicht ist euch der Name Blogspot bekannt, der in der URL der Blogs auftaucht. Hinter der Plattform steht Google. Die Bedienbarkeit ist auch hier für Anfänger geeignet, allerdings ist der Funktionsumfang begrenzt und das Einbauen spezieller Wünsche ist ein ziemlicher Akt. Dafür kann hier im Gegensatz zu WordPress auch Werbung geschaltet werden.

Die Software Ghost kann ich euch empfehlen, auch wenn ihr noch nicht so viel Erfahrung habt. Das Design ist klar und übersichtlich. Für die Erfahreneren unter euch sicherlich interessant: hier werden die Programmiersprachen HTML und CSS unterstützt.

Das Programm Squarespace richtet sich dagegen eher an professionelle Anwender, die Wert auf Design bei der Gestaltung ihrer Website legen . Praktisch ist ein Baukasten, mit dem man seine Website auch grafisch bearbeiten kann. Verschiedene Module können einfach an der gewünschten Stelle auf der Seite platziert werden. Wenige Klicks reichen, um die Seite außerdem für mobile User zu optimieren. Des Weiteren werden verschiedene Webshop-Systeme unterstützt, die auf der Website eingebunden werden können.

Eine weitere Alternative stellt die Software Koken dar. Sie ist genau richtig für euch, wenn ihr schon ein bisschen Erfahrung habt und Wert darauf legt, dass eure Website optisch ansprechend aussieht. Eine zeitgemäße Bildergalerie kann einfach erstellt werden. Mit dem Adobe-Lightroom-Plugin ist es möglich, Bilder direkt in die Software zu laden.

Eine eigene Domain

Wenn ihr statt eines Blogs gleich eine eigene Website kreieren wollt, wird es ein bisschen aufwändiger: Vor allem müsst ihr mehr Zeit investieren und auch etwas mehr Geld in die Hand nehmen. Eine Domain zu beantragen und die Lizenz zu halten, kostet – wenn auch nicht viel. Etwa zwei Euro pro Monat müsst ihr dafür einkalkulieren. Hinzu kommt die oben genannte Miete für den Server. Die schlägt mit weiteren zwei Euro pro Monat zu Buche.

Letztendlich ist es am wichtigsten, dass ihr Spaß am Bloggen habt. Wenn ihr motiviert seid, etwas Zeit zu investieren und vielleicht etwas Geld aufzuwenden, wird sich eure Mühe lohnen. Habt eine gewisse Vorstellung davon, wohin ihr mit eurem Baby wollt, dann wird sich der Rest von selbst finden. Viel Spaß bei diesem Projekt!

Weitere Anregungen und eine Inspiration durch einen wirklich gut gepflegten Blog bekommt ihr auf blogkiste.com, der von Jonas Geldschläger betreut wird.


Image „Macbook“ by FirmBee (CC0 Public Domain)


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Niklas Hamburg

Niklas Hamburg

Mit dem Fachabi halb in der Tasche, sammelt er die andere Hälfte gerade ein. Letzte Station: ein Praktikum in der Redaktion bei den Netzpiloten. Mitglied des Netzpiloten Blogger Networks.

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