Einer vielzitierten Geschichte des Philosphen Habermas nach entstand die moderne Öffentlichkeit in den Caféhäusern des 19. Jahrhunderts. Dort traf sich das Bildungsbürgertum und konnte sich analog dem antiken griechischen Bürgertum eines gewissens Reichtums und der daraus folgenden Muße befleißigen, um in Disputen und Diskussionen aus einer literarischen Kultur eine politische Öffentlichkeit zu entwickeln. Der geneigte Leser erkennt schnell in diesem Gedankengut, dass Habermas keineswegs davon ausging (ausgeht?), dass Öfffentlichkeit eine repräsentative Auswahl an Bevölkerung als notwendige Bedingung braucht. In den "emerging democraties", die so wenig Unterstützung in ihrem Freiheitswillen erhalten wie Somalia Beachtung für seine Hungernden, wird das historisierte Modell des wenig lebenserfahrenen Habermas auf den Kopf gestellt. Konnte man dem "großen" Philosophen schon früher vorwerfen, dass Öffentlichkeit kein Begriff ist der in einer ständischen Gesellschaft besonders gut zu verankern ist. Da macht sein Hinweis auf die literarischen Quellen der politischen Öffentlichkeit im psychologisierenden Roman sowie der Belletristik überhaupt die ganze Sache auch nicht besser. Er hatte ein Vorhaben, dass er ex ante in die historischen Fakten hinein gelegt hatte: Die Vernunft muss am Werk sein. Denn er ist Rationalist und kann die Öffentlichkeit nur als Ausfluss der Vernunft begründen. Und so musste er die Balken der Historie zurechtbiegen. Ägypten weist noch weiter in eine ganz andere Richtung...

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Hier der Livestream der LIFT11 aus Genf:
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Netzpiloten Videotipp

I'll take a seat in the front, please. This video documents a twilight landing over Los Angeles, passing over different parts of the lighted city for a final smooth touchdown. Landing over cities is always impressive for the passenger, but who knew this is what the pilot gets to see?

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Der Vorwurf wiegt schwer. Und Verantworliche von Microsofts Suchmaschine bing versuchen erst gar nicht, die Anschuldigungen zu verneinen: bing borgt sich bei Google immer dann die Ergebnisse aus, wenn die Nutzer Kauderwelsch eingeben, also Begriffe so falsch schreiben, dass die Suchmaschine gar nichts damit anfangen kann. Seit Google eine ähnliche Technologie wie die Lösung der deutschen Firma exorbyte eingebaut hat, kann Google nämlich ungefähr erkennen, was Legastheniker, Betrunkene oder andere notorische Falschschreiber wohl meinen könnten. Und auch bei Fachbegriffen aus der Wissenschaft können sich gern mal Fehler einschleichen. Wer kann schon all die griechisch- oder lateinischstämmigen Wörter fehlerfrei in einer Tastatur hacken?

In dem Fall zeigt Google immer eine zusätzliche Zeile über den Suchergebnissen an, dass es ein falsches Wort erkannt hat, wie bei Gynälologie, da kommt dann "Meinten Sie: Gynäkologie:" und dann folgen die Ergebnisse zu dem wahrscheinlichsten richtigen Begriff. Die Firma Exorbyte hatte vor einigen Jahren zu diesem Thema Bahnbrechendes mittels der Levenshtein-Distanz auf den Markt geworfen. Damit kann man - bei schnellen Rechnern - in hoher Geschwindigkeit, fehlende oder falsche Zeichen so ersetzen, dass ein bekanntes Wort aus einer lexikalischen Liste aller bekannten Begriffe erkannt wird. Nicht so bei bing...

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Netzpiloten Videotipp

How big is the moon? It's the biggest object in our night sky, but that's because it's closest. What would other familiar objects looked like if they were just as close? Animator Brad Goodspeed was curious, so he sketched something out and put together a beautiful visualization of other celestial objects orbiting the Earth at the distance of the moon.

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Wie kann eine U-bahn Musik machen? [MEHR]

"Ach, das ist ja ein Quatsch. Ein Portal für Fragen und Antworten." "gutefrage.net für Amis. Und?" Die abwertenden Urteile über quora.com sind Legion geworden. Da sie auch schon eine Menge an investitionswilligen Kapitalgebern anziehen, kommt noch neben der Häme der Neid dazu. Es wird also Zeit für die Netzpiloten einen eigenen Blick drauf zu werfen.

Wer bereits einen facebook- oder twitter-account hat, kann sich damit anmelden und nach Wunsch auch seine Freunde oder Follower mitnehmen. Das war schon mal nett, weil ich so auf einen Schlag mehr als 150 Kontakte dort hatte. Gemäß dem twitter-Prinzip kann ich denen dort folgen, und kriege so als Neuling vor allem mit, welchen Themenbereichen (topics) oder einzelnen Fragen sie "folgen" (beobachten). Kommen neue Antworten oder Fragen zu Themen, werde ich benachrichtigt. Dann entscheide ich mich selber für Interessensgebiete oder offene Fragen von der Art "Explain the difference between social business and enterprise 2.0". Die Antworten dort kommen wie im Moment auch die meisten Fragen aus den Bereichen, die sowieso das Netz intensiv nutzen: Webdesign, Entwicklung, Computerwelt allgemein, Marketing, PR, HR, Journalisten, Schreiberlinge, Berater aller Art. Es wäre hilfreich für Lehrinstitutionen, Schüler und Studenten und die berufliche Weiterbildung...

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