Das wäre ja mal ein Paukenschlag: Offenbar steht der Social-Bookmarking-Dienst Delicious vor dem Aus. Bereits am Mittwoch ist bekannt geworden, dass das Delicious-Mutterunternehmen Yahoo 560 Mitarbeiter entlassen hat. Eric Marcoullier, Mitgründer von MyBlogLog, hat gestern Abend ein Foto getweeted, auf dem einige Yahoo-Dienste auf einer ominösen Sunset-Liste zu sehen sind – neben anderen MyBlogLog und Delicious. Die offizielle PR-Antwort Yahoos Techcrunch gegenüber lässt nichts Gutes erahnen – man plane, einige Nebenschauplätze zu schließen, um sich stärker um das Kerngeschäft kümmern zu können. Klingt irgendwie stark nach „Ja“.

Update (18. Dezember 2010): Wie es scheint, möchte Yahoo Delicious nicht schließen, sondern verkaufen.



Über den Autor
Björn Rohles ist Medienwissenschaftler und arbeitet als Projektmanager für das Netz. Natürlich hat er sein eigenes Blog jorni.de, in dem er seine Gedanken und Entdeckungen zu digitalem Papier bringt.
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Björn Rohles | Social Media | 17.12.10, 08:37
 
 

3 Kommentare zu “Quo vadis, Delicious?”
 
09:07 | Dez 17' 2010| Wittkewitz schreibt:

Die US-Regierung realisiert öffentlich Medienzensur bzw. ängstigt Studenten mit Jobperspektive und macht sich damit zum Hanswurst der Welt. Yahoo schließt die einzige Quelle gute Weblinks – neben twitter. Aus meiner Sicht betteln sie alle mit diesem Schritt nach einer Gegenreaktion: Nach dem Nextnet, nämlich einem vollständig P2Pbasierten globalen Netz, dass den Hanswürsten dieser Welt die Macht über Informationen grundlegend und nachhaltig entzieht, indem die Knotenpunkte des Web in millionen private Hände verlegt werden .

 
12:36 | Dez 17' 2010| andrej schreibt:

das wäre tatsächlich ein herber Schlag – delicious ist eine wahrlich gute Suchmaschine für gute links und social vorgefilterten content

 
14:54 | Dez 18' 2010| Frank schreibt:

Totgesagte leben länger.

 
 
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