Das war's also mit Google Wave. Weil die "user adoption" nicht so angestiegen ist, wie erwünscht und wie es intern wohl der Fall war, wollen sie es nur noch als feature einbauen. Wahrscheinlich für ihre Enterprise 2.0 Initiative rund um Google Office Services. Zumindest erklärt das Urs Hölzle von Google im offiziellen blog.
But despite these wins, and numerous loyal fans, Wave has not seen the user adoption we would have liked. We don’t plan to continue developing Wave as a standalone product, but we will maintain the site at least through the end of the year and extend the technology for use in other Google projects.
Wenn man sich zeitgleich den rasanten Anstieg von facebook ansieht, wird es mittlerweile spannend, darauf zu schauen, wann facebook denselben Werbekuchen wie Google futtern wird. Und noch wichtiger wird es, zu sehen, wer dann facebook das Wasser abgraben wird. Es könnte aber auch in die Richtung der Pessimisten gehen, die an den Jugendlichen erkannt haben wollen, dass das Web nur noch so etwas ist wie Strom oder Wasser. Benutzt jeder, aber es gibt keine Menschenschlangen vor den Kaufhäusern, wenn brandneue Duscharmaturen von Grohe in die Läden kommen oder rosa-glänzende 5fach-Steckdosen von Brennenstuhl.
Vielleicht haben wir ja Glück und der Zug zur commodity, also zur Alltagsware Web, läßt uns wieder mehr Spielraum. Denn dann wird der Fokus des Kapitals wieder weiterziehen in andere Gefilde wie Erneuerbare Energien, Elektroautos oder 9D-Fernsehen mit eingebautem Twitterclient und Riechsalzapplikation.
Vielleicht kommt dann ein alternder Larry Page auf die Bühne und verkauft uns nochmal eine Armbanduhr mit Minibeamer, die auch Navi, Telefon, Videorecorder und Blutdruckmessgerät in einem ist. [MEHR]
Die Analysten von Gartner haben mal wieder die Kristallkugel angeschmissen. Herausgekommen sind 10 Entwicklungen, die aus ihrer Sicht die nächste Dekade der Arbeitswelt bestimmen werden:

1. De-routinization of Work Es war abzusehen. Das ganze Prozessoptimieren seit SAP und den Business Process Management Werkzeugen basiert noch auf dem Taylorismus des 19. Jahrhunderts. Den Untergang dieser Organisationsform vorherzusagen, ist also keine Raketenforschung. Trotzdem ist es für jemanden wie Gartner schon revolutionär, zu erklären, dass Routinen immer unwichtiger werden. Ob die digitale Schadenssachbearbeitung per automatischer Klassifikation oder die halbautomatische Kreditvergabe nach Algorithmen damit vom Tisch ist? Gartner jedenfalls fokussiert Themen wie Innovation, Teaming, Führung, Verkauf und Personalentwicklung. Und schon ist dieser revolutionäre Schritt zu humanen, nicht automatisierbaren Fähigkeiten genau dasselbe, was schon 1985 im Manager Magazin stand.

2. Work Swarms Ja, der gute alte Schwarm. Würde man den Analysten bei Gartner erklären, dass nur Lebewesen denen wir simple Intelligenz zuschreiben, Schwarmbildung zeigen, würde dieses Trendwort wohl bald verschwinden. Aber Gartner sieht darin eher zufälliges kollektive Zusammenarbeiten als Counterpart zur Solo-Performance (die es in großen Firmen noch wo gibt? Richtig: R&D und Sales!) Swarming ist also eine neue Form des Teaming, das einfach so aus dem Nichts "emergiert"... Aha. Schwärme sind aber eine kollektive Strategie angesichts bestimmter Umweltbedingungen, die instinktgesteuert ablaufen und NICHT zufällig entstehen. Dann fällt auch noch das Wort ad hoc, das mich an die ad hoc-Workflows Ende der Neunziger erinnert. Aber weiter im Takt... [MEHR]

Erlesene Links zu einigen Perlen im Web: Blogposts, Artikel und Nachrichten, die uns wichtig erscheinen. Ergänzungen erwünscht.

  • FACEBOOK Facebook Advertisers Boost Spending 10-Fold, Sandberg Says: Und wann kauft Facebook Microsoft? Facebook Inc.’s biggest advertisers have boosted spending by at least 10-fold in the past year as the social network crossed the half- billion user mark, becoming more alluring to marketers that want to reach a broad online audience.
  • OPEN WEB Back to the (Walled Wide) Web Future: The Open Web is dead? Dystopie oder wirklich die Zukunft im Netz mit vielen hübschen Mauern?
  • ETIKETTE 2.0 Knigge für das Internet: Wie sozial ist „Social Media“?: Dinge, auf die die Welt lange warten musste/durfte/konnte/wollte?...br / quot;In einem Interview mit der „Welt“ hat Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner neue Verhaltensregeln im Netz gefordert. Im Interview befürwortet sie „einen Ehrenkodex, eine Art Knigge für das Internet, zehn goldene Regeln – kurz, knapp und klar.“br / Der Deutsche Knigge Rat greift die Anregung auf und veröffentlicht 12 Empfehlungen, die in den neuen sozialen Netzwerke wie Xing, Facebook und LinkedIn für Souveränität sorgen. quot;
  • iPAD Apples iPad im Senioren-Test: „Und um das Ding haben die sich gekloppt?“: Wegen der guten Bedienbarkeit gilt das iPad als Einstiegscomputer für ältere Menschen. Ist es wirklich ein „Senioren-Rechner“? FAZ.NET hat Senioren ein iPad testen lassen.
  • MUSIK popkontext: Neues Album von Brian Eno im Herbst auf Warp Records: Wächst da zusammen, was zusammen gehört? Brian Eno hat bei Warp Records unterschrieben. Die Plattenfirma selbst hält sich noch bedeckt über das Projekt und man kann sich bisher nur anmelden, um in Kürze mehr Infos zu bekommen. Das kanadische Magazin Exclaim wußte aber schon vor ein paar Tagen zu berichten, dass Eno auf dem für eine Veröffentlichung im Herbst geplanten Album mit dem 31jährigen britischen Gitarristen Leo Abrahams und dem Komponisten und Produzenten Jon Hopkins zusammen arbeitet, der ebenfalls Enos Sohn sein könnte.
  • JOURNALISMUS NZZ: Journalismus als gefährdetes Ökosystem: So langsam gewinne ich den Eindruck, dass Expertentum und Nabelschau identische Modelle der Welterklärung beinhalten...
  • iPHONE How to Secure the iPhone and iPad for the Enterprise: iOS is becoming increasingly popular in the enterprise. It#039;s sometimes been a bumpy road, but according to Forrester iOS has reached a level of security that should be acceptable to most enterprises. Forrester released today a new report titled Apple#039;s iPhone And iPad: Secure Enough For Business?
  • PLAGIATE & UNI NYT: Lines on Plagiarism Blur for Students in the Digital Age: At Rhode Island College, a freshman copied and pasted from a Web site’s frequently asked questions page about homelessness — and did not think he needed to credit a source in his assignment because the page did not include author information.
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Als Netzpiloten sind wir täglich auf dem Rundflug durchs Netz und finden die interessantesten oder kuriosesten Trends weltweit. Ab heute schicken wir auch Euch wöchentlich auf einen Lifestyletrip mit 10 Stops. Enjoy your flight:

1. Raus aus der Stadt, rauf aufs Land: Der Trend setzt sich fort und ist jetzt beim Satorialist angekommen. Nicht Hipsters aus New York, sondern Landkinder aus Pennsylvania finden wir diese Woche auf seinem Blog:

2. Brook & Lyn ist die Schmuckkollektion von Mimi Jung aus –dreimal dürft Ihr raten- Brooklyn. Auf ihrem Blog stellt sie uns ihre unglaublich schöne Kollektion”surrounded” vor:

3. Curb Street aus New York zeigt uns diesmal ein kleines Café in Little Italy. Ansehen, merken, in den Reiseführer schreiben und beim nächsten Soho Besuch die altbekannten Kaffeeketten überspringen:

4. Für den Paparazzi in uns: Eine ehemalige Präsidententochter hat geheiratet. Alles über die Hochzeit weiß The Cut:

5. Freunde von Freunden lädt uns zu einer besonders schönen Wohnungsbesichtigung bei Malin Elmlid in Berlin ein:

6. Noch liegen wir am Badesse, aber der Herbst wird kommen. Bei Sommergewitter kann man sich schon die neuesten Trends aus der Vogue Redaktion ansehen:

7. Hussein Chalayan bereitet eine Ausstellung vor. Sicher sehenswert, denken wir. Modabot weiß wann und wo:

8. Lack ab? Nein, Lack dran. Und zwar die neuen Herbstnagellacke. Refinery 29 zeigt uns eine ausführliche Übersicht darüber, was der modebewusste Fingernagel jetzt trägt.

9. Einen Blick in das Atelier von Maison Martin Margiela in Paris hat A Blog Curated By geworfen. Glücklicherweise hatten sie eine Kamera dabei, der Beweis hier:

10. Zum Abschluss noch ein Dessert? Vielleicht eine dreistöckige Pizza mit Bananen und Schoko-Soße? „Leckereien“ der extremen Art gibt es auf This is Why You’re Fat. Tipp: Lieber nicht direkt vor dem Essen anschauen, es könnte einem der Appetit vergehen. (Fotos: www.brookandlyn.com, www.satorialist.com, www.refinery29.com) [MEHR]

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  • SOCIAL MEDIA The Do’s and Don’ts of Social Media: Das Mitmachweb verändert unsere Kommunikation. Auch die Kommunikation von Unternehmen. Die Infographik von The Steel Method fasst die Do’s und Don’ts des SocialMedia-Geschäfts wunderschön zusammen. Für alle, die mit SocialMedia zu tun haben, Anfänger und Fortgeschrittene.
  • DISKURS Meine Woche: Wie Bürger wortreich bevormundet werden - Nachrichten Debatte : Mit der Macht des Wortes werden gesellschaftliche Diskussionen in eine Richtung gelenkt. Sehr subtil und ziemlich unfrei.
  • MEDIEN Media Companies Try Getting Social With Tumblr - NYTimes.com: By now, plenty of traditional media companies have hopped on the social media bandwagon, pumping out news updates on Facebook and Twitter.br / But do those companies have the time and resources to work yet another Web outlet into their daily routine?
  • WISSEN Wissensportal ETH-Bibliothek: Den Bestand der ETH Zürich durchsuchen...
  • MONITORING TOOLS 12 Social Media Monitoring Tools Reviewed: After several months of researching, testing, and using various tools for social media monitoring and response, I thought it might be helpful to share some of my findings. It was fun to dive into these tools, but I hope the information in this article will save you time and help you quickly find the tool that’s right for your needs
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Kultur 2.0, der Tagungsband der stART09 Natürlich bin ich bei diesem Buch nicht objektiv, denn einerseits sind darin Texte von mir zu finden, andererseits handelt es sich bei Kultur 2.0: Neue Web-Strategien für das Kulturmanagement im Zeitalter von Social Media, so der vollständige Titel, um den Tagungsband der letztjährigen stARTconference. Vor allem dieser Hinweis scheint mir wichtig zu sein, denn für mich suggeriert der Titel, dass es sich hier um so etwas wie ein Lehrbuch handelt. Darüber bin ich nicht so ganz glücklich, denn einerseits werden so unter Umständen falsche Erwartungen geweckt, andererseits hätte ich es nicht schlecht gefunden, wenn die stARTconference kurz  vor ihrer zweiten Auflage Anfang September etwas mehr Aufmerksamkeit erfährt. ;-) Unabhängig davon: „Kultur 2.0″ ist ein lesenswertes Buch geworden, das man gerne in die Hand nimmt und sich gerne anschaut, weil erstens die Beiträge von den beiden Herausgebern Hans Scheurer und Ralf Spiller schön und stimmig zusammengestellt worden sind und das Buch zweitens von Christof Breidenich ein tolles Layout verpasst bekommen hat. Die Einteilung des Buches (Theorie/Grundlagen, Praxis/Anwendungen und Case Studies) gibt den LeserInnen die Chance, sich in das Thema einzulesen, sich mit den Tools vertraut zu machen und dann zu erfahren, wie sich diese einsetzen lassen...
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Seit dem Scheitern der WTO-Konferenz des Jahres 1999 in Seattle ist deutlich, dass die Zivilgesellschaft eine globale Kraft geworden ist, die von den Mächtigen in Wirtschaft und Politik nicht mehr ignoriert werden kann. Die Bedeutung dieser dritten, korrigierenden Macht kann kaum überbewertet werden. Eine Würdigung. Die Frage nach der gerechten Verteilung von Gütern und nach einem faktischen Lebensrecht in Würde für alle Menschen dieser Erde ist nach wie vor unbeantwortet. Sind wir diesem Ziel in den letzen Jahren – global gesehen – näher gekommen oder haben wir uns nicht vielmehr in Riesenschritten davon entfernt? Bis in die Achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts wurde die Frage nach der sozialen Gerechtigkeit im Wesentlichen zwischen Kapitalisten und Kommunisten ausgefochten. Was sich wie zwei Gegenpole in Szene setzte, schuf allerdings auf je eigene Art nur mehr Ungerechtigkeit und trug wenig zur Lösung bei. Auf beiden Seiten blieben grosse Teile der Bevölkerung auf der Verliererseite und büssten ihre Würde ein. Allerdings milderte in den westlichen Ländern der enorme wirtschaftliche Aufschwung diese Tatsache – weniger im Sinne einer umfassenden Emanzipation der Menschen, sondern eher indem ihnen grosszügig Zugang zu den Fleischtöpfen gewährt wurde... [MEHR]
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Sherry Turkle (Wikipedia)Im Rausch der zumeist halbgebildeten Web-Experten dieser Tage, die von einem Kongress zum anderen gereicht und bewundert werden, ist leider eine "frühe" Denkerin rund um das Verhältnis Computer/Mensch in Vergessenheit geraten: die Soziologin Sherry Turkle. Dabei hat sie schon in dem im Jahr 1995 in Deutschland erschienenen Werk "Leben im Netz" sehr viel von dem vorweggenommen, was heute in Trivialform immer wieder diskutiert wird:
Aber ist es wirklich vernünftig anzunehmen, wir könnten den Gemeinschaftsgedanken dadurch neues Leben einhauchen, dass wir allein in unseren Zimmern sitzen, Botschaften in unsere vernetzten Computer eingeben und unser Leben mit virtuellen Freunden füllen?

Das Internet ist zu einem wichtigen Soziallabor für Experimente mit jenen Ich-Konstruktionen und -Rekonstruktionen geworden, die für das postmoderne Leben charakteristisch sind.

Von Anfang an war der Begriff der wissenschaftlichen Objektivität nicht zu trennen von der Vorstellung einer aggressiven Beziehung des Forschers zur Natur. Und von Anfang an war das Streben nach wissenschaftlicher Objektivität mit der Metaphorik männlicher Herrschaft und weiblicher Unterwerfung verknüpft. Francis Bacon benutzte das Bild vom männlichen Wissenschaftler, der die weibliche Natur auf die Folter spannt.

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  • MOBILE mobile zeitgeist: Looking outside – What we can learn from other countries’: Diesmal haben wir uns mit unserem mobile zeitgeist SPECIAL den berühmten Tellerrand vorgenommen und schauen einmal hinüber. Wir werfen einen Blick auf die weltweiten Mobile Advertising Fillrates, schlendern dann nach Österreich, wo es langsam eng wird in den Mobilfunknetzen. Ein kurzer Abstecher zu den Schweizern, die natürlich neben bekannten Süßwaren auch das Internet erfunden haben, um dann nach Schweden zu schauen, wo sich die Netzbetreiber selbst im Weg stehen.
  • SOCIAL CRM Where’s the Difference between Social CRM Social Media Marketing: A recent discussion on the blog of Jacob Morgan led me again to the question that came to my mind when I first heard about the term quot;Social CRMquot; - where’s is the line between Social CRM and Social Media Marketing? Is Social CRM the holistic tech view as seen in the Altimeter report ? Isn’t there a difference between Social Media Marketing and Social Media Campaigning though used quite indifferently on Jacob’s post?
  • STARTUP White House taps young entrepreneurs to get things done: Und wann gibt es das in Berlin? quot;It#039;s all about networks,quot; said attendee Mike Del Ponte, the Founder amp; CEO of Sparkseed which funds college students who have ideas for start-ups intended to improve society. quot;Legislation can take years, but the next-gen leaders who met at the White House can move mountains with a quick phone call, or even a tweet.quot;
  • WIKILEAKS How to take a leak: unsolicited advice for Julian Assange of WikiLeaks.: To call the torrent of information about the Afghanistan war released by WikiLeaks a mere leak is to insult the gods of hydrodynamics. This leak was a howling vortex of 92,000 individual reports, most of which were marked quot;secret.quot;
  • MEDIEN Kai Diekmanns Briefwechsel mit Zapp: Bild-Chef Kai Diekmann schreibt seit April regelmäßig E-Mails mit Themenvorschlägen an die Redaktion von Zapp. Hier der komplette Schriftverkehr zum Nachlesen.
  • iPAD & VERLAGE Ohne Bares nichts Wahres: Der gute Ulrich Hottelet ist jetzt bei cicero. Wer hätte das gedacht..."Neue iPad-Anwendungen, Onlineabos, Verkauf einzelner Artikel – Zeitungsverlage suchen im Internet verzweifelt nach neuen Einnahmequellen, um die wegbrechenden Einnahmen aus dem Printgeschäft zu kompensieren. Die bisherigen Erfolgsmodelle im Onlinejournalismus belegen, dass man vor allem auf eins setzen muss: Qualität!"
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