Laut dpa Meldung wird Street View zunächst auf Eis gelegt, bis die Einsprüche der deutschen Bürger gegen den Dienst (Darstellung von Personen und Häusern) umgesetzt wurden. Der Internetriese und Verbraucherministerin Ilse Aigner hatten heute bei einem Treffen in Berlin diese Einigung erzielt. Google Street View wird erst in Deutschland starten, wenn alle Widersprüche vollständig umgesetzt seien, hieß es. Die betreffenden Wohnungen, Häuser und Gärten werden vorher unkenntlich gemacht. Google wird folgerichtig auch die Sammelwidersprüche einiger Städte und Gemeinden (mit Unterschriftenlisten) akzeptieren. "Privates muss privat bleiben", wird Ministerin Aigner zitiert. Wer möchte, kann sich hier beim Verbraucherschutzministerium eine Mustervorlage für den Widerspruch runterladen.
UDPATE: Aktuell melden sich immer wieder neunmalkluge Schlaumeier, die behaupten, dass dieser Artikel falsch sei bzw. die Überschrift mißverständlich. Ich empfehle dazu folgenden Text, den Google verschickt, wenn man dort einen Widerspruch eingereicht hat. Er löst nicht unbedingt den Gedanken aus, dass Google mit Street View in Deutschland im Zeitplan wäre:
Wir entwickeln derzeit Mittel, welche es Ihnen vor der Veröffentlichung von StreetView-Bildern aus Deutschland ermöglichen werden, Google noch genauer über den Gegenstand Ihres Widerspruchs zu unterrichten. Dies betrifft insbesondere Mittel, mit denen Sie uns helfen können, das Gebäude oder Grundstück, auf welches sich Ihr Widerspruch bezieht, verlässlicher zu identifizieren. Wir werden uns diesbezüglich so bald wie möglich erneut mit Ihnen in Verbindung setzen. Bis dahin bedanken wir uns herzlich für Ihre Geduld.
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Jaron LanierAuch Visionäre kommen in die Jahre – niemand hat das in den vergangenen Monaten eindrücklicher demonstriert als Jaron Lanier. In den 80ern gehörte er zu den Cool Kids der Netzszene, schraubte an Ideen für „virtuelle Ideen“, begann, an diversen US-Eliteunis Computerwissenschaften zu unterrichten. Gut zwanzig Jahre später hat er sich vor allem aufs Ablehnen verlegt. Kollektive Projekte im Internet? Digitaler Maoismus, sagt der heute 50-jährige Dreadlockträger. Projekte wie Wikipedia oder Linux sind in seinen Augen antidemokratisch, weil sie der Idee anhängen, dass das Kollektiv über eine allwissende Weisheit verfüge, die man zentral bündeln und lenken müsse. An die Stelle eines kreativen Individuums würde ein digitaler Mob treten – doch historisch, so meint er, seien es stets Individuen gewesen, die den Fortschritt befeuert hätten.
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Es dauert ein bißchen, bis es spannend wird, aber dann wird es wirklich sehenswert!
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  • Paid-Content-Studie: Gratis war gestern: Das Thema Paid Content treibt die deutschen Zeitungsverlage kräftig um. Besonders große Hoffnung setzen die Verleger derzeit in das Geschäftsfeld Mobile – das ergab eine aktuelle Studie, die die Branchenexperten Katja Riefler und Robin Meyer-Lucht für den Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) erstellt haben. Riefler befragte dafür in der Zeit vom 20. Januar bis 25. Februar dieses Jahres 124 Blätter.
  • Grassroots Mapping: Ja, liebe Leute. Hoffe, dass das hier auch mal startet: "Are you embroiled in an cartographic dispute? Do you disagree with the official version of your geography".
  • Wie der Blauflossenthunfisch: Kommt schon mal Sensationell daher: "Unabhängiger Qualitätsjournalismus ist vom Aussterben bedroht. Ein Leistungsschutzrecht wird daran nichts ändern..."
  • IFPI’s child porn strategy: ”Child pornography is great,” the speaker at the podium declared enthusiastically. ”It is great because politicians understand child pornography. By playing that card, we can get them to act, and start blocking sites. And once they have done that, we can get them to start blocking file sharing sites”.
  • NYT: Enemy Lurks in Briefings on Afghan War - PowerPoint: General McCrystal: "When we understand that slide, we’ll have won the war."
  • A Tale of Two Blogospheres: Discursive Practices on the Left and Right: Hinklicken, runterladen und Lesen. Unbedingt Lesen. Wirklich jetzt! "Discussions of the political effects of the Internet and networked discourse tend to presume consistent patterns of technological adoption and use within a given society. Consistent with this assumption, previous empirical studies of the United States political blogosphere have found evidence that the left and right are relatively symmetric in terms of various forms of linking behavior despite their ideological polarization"
  • Why reporters are down on Obama: One of the enduring storylines of Barack Obama’s presidency, dating back to the earliest days of his candidacy, is that the press loves him. “Most of you covered me. All of you voted for me,” Obama joked last year at the White House Correspondents’ Association dinner. But even then, only four months into his presidency, the joke fell flat.
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Ja liebe Liebende. Sowas gibt es noch in deutschen Landen. Trommelwirbel... Linkes Auge hinkt...Tusch!
Eine echte Literatur-Perle. Obwohl der Autor mir dieses Wort wahrscheinlich mit Widerhaken bestückt ins rechte Ohr treiben würde. Ein Blog, das keines sein will. Umso besser.

(Danke an den Glumm für den Tipp. Achja, wer den nicht kennt, der ist bei mir Blog der Jahre 2004-2008 und Grimmepreisträger des Jahrzehnts statt all der Lobos und Sixtusse, die da waren, sind und sein werden.) [MEHR]
Eine sehenswerte Infografik (zu lang um sie hier vorn zu zeigen) von den Auswirkungen unserer Computernutzung auf die Umwelt:
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Über Queer-Feminismus, Geschlecht im Netz und feministische Netzkultur haben wir auf der re:publica10 mit Svenja Schröder vom maedchenblog gesprochen. Es gäbe jetzt schon sehr verschiedene Netzfeministen, sagt Svenja, doch "die Szene muss noch viel, viel diverser werden". Der Queer-Feminismus, für den sie steht, geht nicht von einem Mann/Frau-Dualismus aus, sondern strebt eine geschlechtsneutrale Debatte an. Dort sollen nicht nur Frauen, sondern auch zum Beispiel männliche Feministen und trans-identitäre Menschen Platz finden. Es gäbe zwar Schwerpunkt-Themen, wie häusliche Gewalt oder die schlechtere Bezahlung von Frauen, sagt Svenja, grundsätzlich sei Netzfeminismus aber thematisch offen: "Es gibt auch zu nahezu allen Themen Sexismus". Zur Geschlechterdebatte in der Piratenpartei sagt sie: "Die Piratenpartei sollte das als Chance begreifen, dass Feministen sich beschweren. Weil sie würden sich nie bei einer Partei beschweren, die sie nicht selber für interessant hielten".
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Google hat ein sogenanntes "Collaboratory" ins Leben gerufen, in dem sich eine größere Expertengruppe zu Internet & Gesellschaft austauscht. Als ersten Schritt hat das Collaboratory eine Umfrage entworfen, um dieser Frage auf den Grund zu gehen:
"Welcher Grundlagen bedarf eine Innovationskultur der Informations- und Wissensgesellschaft, die den technischen Eigenheiten und wirtschaftlichen Chancen des Internets sowie den Grundwerten unseres Gemeinwesens gleichermaßen Rechnung trägt?"
Da ich ebenfalls Teil der Gruppe war möchte ich euch einladen, an der Umfrage teilzunehmen. Die Ergebnisse werden noch im Mai mit Politikern diskutiert. Eure Meinung ist also gefragt! Hier geht's zur Umfrage. [MEHR]
Jetzt ist es also amtlich. Die Antworten zu all den ungelösten LOST-Fragen sind aufgetaucht: [MEHR]
netzpiloten: Matteo Pasquinelli, Sie vertreten die These vom digitalen Neo-Feudalismus. Was genau meinen Sie damit - und was folgt aus Ihrer Analyse?
Matteo Pasquinelli: Ich wollte dieses Bild des "Neo-Feudalismus" pushen, um auf einen Bruch im vorherrschenden Populismus hinzuweisen (der auch in linkspolitischen Kreisen und sozialen Bewegungen sehr stark ist), der digitale Kooperationen als etwas feiert, das unabhängig von der materiellen Wirtschaft und Marktgesetzen funktioniert. Ich meine damit nicht das Problem der Meinungsfreiheit, sondern die Kapitalkreisläufe, die "digitale Spaltung von Arbeit", die diese "freie Meinungsäußerung" ausbeutet.
Wie könnten wir ein demokratischeres Internet schaffen? Sie vergleichen die aktuelle Lage mit der der französischen Revolution, sehen die Notwendigkeit, das aktuelle System zu überwinden. [MEHR]
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  • European Public Policy Blog: Data collected by Google cars: Over the weekend, there was a lot of talk about exactly what information Google Street View cars collect as they drive our streets. While we have talked about the collection of WiFi data a number of times before--and there have been stories published in the press--we thought a refresher FAQ pulling everything together in one place would be useful. This blog also addresses concerns raised by data protection authorities in Germany.
  • 9 Essential Sites for Designers: Ein Festschmaus für die Designer und Grafiker unter den Webeinwohnern
  • Gwen Hinze zum ACTA-Abkommen - Internetfreiheit in Gefahr: Wird über die Zukunft des Internets im stillen Kämmerlein entschieden? Bei den internationalen Verhandlungen über das Anti-Counterfeiting Trade Agreement (ACTA) geht es nicht nur um die Bekämpfung der Produktpiraterie, sondern auch um Sanktionen gegen illegale Filesharer und eine stärkere Rolle der Internetprovider beim Kampf gegen Urheberrechtsverletzungen. Gwen Hinze, Rechtsexpertin und internationale Geschäftsführerin der einflussreichen Nichtregierungsorganisation Electronic Frontier Foundation in San Francisco erklärt, was es mit dem Abkommen auf sich hat.
  • YouTube - Geert Lovink: Netzkulturen und Gegenöffentlichkeit: Der Gegenvortrag zu Peter Kruse und Jeff Jarvis. Kein Vortragsgenie aber interessant allemal...
  • Kontrollierte Vokabularien: was kommt nach Codelisten?: Das klingt interessant für alle Wissensmanager und Retrieval-Leute:" Um Kollaborationen zwischen Verwaltungen effizienter zu gestalten, steigt dabei in zunehmendem Maße die Bedeutung organisationsübergreifender und medienbruchfreier Geschäftsprozesse. In den föderalen Strukturen Deutschlands können trotz eines syntaktisch korrekten Datenaustausches die Nutzung unterschiedlicher Begriffe, Datenstrukturen und Schreibkonventionen leicht zu Fehlinterpretationen und Missverständnissen in den unterschiedlichen Organisationseinheiten und bei den IT-Fachverfahren führen. Seit vielen Jahren spielen Codelisten eine wichtige Rolle beim Datenaustausch. "
  • The iPhone Leak Gets Ugly: Police Raid Gizmodo Editor’s House, Confiscate Computers: Der Kleine Apple möchte bitte von seiner Mami am Infostand abgeholt werden. Bitte hier drunter weiter lesen. br / So geht nämlich echte PR. Druckkostenzuschuß mal ganz anders interpretiert. Dat nen ick ma Guerilla-Marketing. So müssten se es dann auch mit Rambo V machen. Einfach einer großen Zeitung die Polizei ins Haus schicken, weil die ihre Rezensionsexemplare heimlich wegbrennen...und 8763876543 Blogger solidarisieren sich.
  • Apples Sicherheitspolitik: Der paranoide Konzern: Apple hat heftige Sicherheitsmaßnahmen durchgesetzt. Eine interne Task Force sucht nach Info-Leckagen: Wer Geheimnisse ausplaudert, fliegt. Fast wie in den Firmen 1.0. OHO. Seltsam, dass die lockeren Kalifornier auch nur ganz normale Firmen sind. Nun traf es einen Ingenieur - offenbar nur, weil er Apple-Mitgründer Steve Wozniak ein iPad gezeigt hatte. Ein Grund mehr für die vom iPad enttäuschte Journaille auf Apple einzuschlagen. Ich glaube, wenn das so weiter geht bekommen die Googles, Microsofts und Apples noch Welpenschutz von mir. Wann deckt der SPIEGEL alle Hintergründe der Finanzkrise auf, wann kommt der Hammerbericht zu ELENA?
  • Earned Media Gives Brands a Lift on Facebook: Marketers hungry for something more than soft measures of social media exposure and estimates of average fan value can look to hard data on lift in ad recall, awareness and purchase intent from The Nielsen Company and Facebook.
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Während der re:publica10 erklärte uns Jeff Jarvis Marissa Mayers (Google) Zukunftsvision der Informationsverbreitung und -organisation. [MEHR]
Diesmal keine Videodemo sondern ein echtes Hands On WePad. Naja fast. Sagen wir es so: Wenn es innerhalb von 8 Monaten erhältlich ist und bezahlbar, dann könnte es sein, dass der brand neofonie ein für alle mal weg von der Assoziation glückloser Suchmaschinenhersteller hin zu so etwas wie einem Maxfield-Wunder werden könnte. Oder der Besitzer wird in einem Jahr Milliardär. Falls nicht, sollte er eine starke Werbepartnerin brauchen.

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