Da waren sie wieder meine drei Probleme: Konsum, Aufklärung, Kommunikation (KAK). Was war passiert? Nestlé hatte beobachtet, wie Greenpeace andere Großkonzerne (Unilever oder Kraft) an den Pranger stellte wegen deren lascher Einkaufspolitik in Bezug auf Palmöl. Beide haben reagiert. Denn die letzten Regenwaldreste in Indonesien werden aktuell von einem Konzern namens Sinar Mas gerodet, um dort Palmölplantagen für den unstillbaren westlichen Hunger zu stillen (Biodiesel, Kosmetika, Seifen, Margarine, Süßigkeiten etc.). Und dass dort mitnichten mit lokal verantwortlichen, nachhaltigen und biologisch wertvollen Bandagen gearbeitet wird, haben einige von uns schon in dem einen oder anderen Bericht im TV gesehen. Was ist also anders im neuen Fall?
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Wer als Berater 4000 € und mehr am Tag erlösen will, der muss schon mit Lametta um sich schießen. Das tut man heutzutage nicht mehr mit einem MBA, einem Doktortitel und sechs Auslandssemestern in drei Ländern. Solche Leute arbeiten zu Hunderten in unzähligen Praktikumsstellen in Berlin und Hamburg. Sogar einige Firmen in München können sich noch Praktikanten leisten. Zumindest die Forschungsabteilungen der großen Automobilfirmen und die Pharmaunternehmen, die mittlerweile immer mehr günstige Werkdoktoranden und junge High Potentials mit Werkverträge auf Distanz halten, bis die endlich im Ausland verschwunden sind.

Da verwundert es nicht, wenn die strategischen Berater dieser Welt mit derselben vita sich mit abenteuerlichen Ideen hervortun müssen. Das "Web 2020" passt ins Beuteschema. Wer auf breitband (MP3 - Interview beginnt ab 6. Minute) im deutschlandradio am letzten Samstag dem Vorsitzenden der Enquète-Kommission für das Internet lauschen durfte, der versteht, warum wir Berater brauchen. Denn Politiker und Entscheider können heutzutage vor lauter Entscheidungen nur noch überblicken, welche Personen sie als geeignet betrachten, sie zu beraten. Warum Expertise? Es gibt doch externes Denken. Denn offenbar kommt Expertise von extern. Die Berater sind im schlechtesten McLuhanschen Sinne zum Exoskelett der Entscheidungsebene mutiert. Inhaltlich ist da offenbar ein großes Vakuum im Bereich strategisches Management. Offenbar auch ein Grund, warum aus Deutschland beispielsweise seit SAP und Software AG nix global Besonderes mehr in Sachen Web und IT kam. Abgesehen von all den Grundlagenforschungen, die für dreifuffzich ins Ausland verhökert werden von lächerlich unterbelichteten Spin-offs der Unis, die regelmäßig bei den Lizenzverhandlungen mit asiatischen und amerikanischen Firmen übervorteilt werden. Zum Thema: Nun also hat so ein 4000€-Tagessatz-Berater tacheles gesprochen zum web2020 - auch noch im Manager Magazin.
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  • Klassenteffen: Save the Date! - grameen creative lab: On Saturday 8 May 2010 we'll bring together the community of social business - the class of social business as it was established by Prof. Muhammad Yunus - at the 2nd International Grameen Creative Lab "Klassentreffen".
  • Danah Boyds Text der engagierten Eröffnungs-Keynote auf der SxSW 2010 in Austin, Texas zum Thema privacy mit besonderer Berücksichtigung einiger zeitgenössischer Versuche, das Thema Privatsphäre angesichts einer "neuen" Öffentlichkeit im Web auszuhöhlen.
  • eLearning: Harvard comes to iTunes-U
  • Ob das fast ein bißchen deutsche WePad das iPad verdrängt? Auf ein Asus-Tablet namens Pegatron klebt eine deutsche Firma ein an Verlagswünsche angepasstes Linux und nennt das Ganze dann WePad, damit die Verlag es selbst branden können...
  • Newsweek: "What's the big deal about Apple's iPad, currently arriving in stores on the biggest wave of hype since, well, Apple's iPhone? The easy answer is that the iPad comes from Apple, and we always expect big things from Apple because it is run by Steve Jobs, whose California garage was the birthplace of the personal computer in 1976."
  • Thorstena: Technoider Determinismus: Dis Diskussion um den Heller-Artikel zum Datenschutz geht weiter...
  • Ein Überblick: Paid, Curated, Owned and Earned Media.: Die vier Arten digitaler Medien im Web.
  • breitband: Interview mit dem Vorsitzenden der Internet-Enquete Kommission Fischer: Unbedingt anhören! Ein Vorsitzender der Internet-Enquete braucht ja nun wirklich keine besondere Befähigung angesichts des Themas der Kommision der er vorsitzt. Deswegen ist nun auch Franjo Pooth Vorsitzender des Bundestags-Haushaltsausschusses und Innenminister Schäuble Vorsitzender der Aufklärungskommission für Parteispenden zusammen mit Helmut Kohl. Bei netzpolitik.org gibt es ein Transkript des Interviews...
  • Facebook will Benutzerdaten automatisch weitergeben: Laut den neuen Datenschutzrichtlinien sollen Websites anderer Betreiber ohne Einwilligung der Benutzer Zugriff auf personenbezogene Daten erhalten. Wer diese Drittanbieter sind, ist bisher unbekannt.
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Christian Heller, online auch bekannt als @plomlompom, hat eine Idee: Warum löst man die gesamte olle Datenschutzdebatte nicht, indem einfach jeder möglichst viele Informationen über sich publiziert und so die althergebrachte Intoleranz gegenüber dem Individuum auflöst? "Die gegenwärtige Daten-Explosion und Erosion des Privaten lässt sich als Bedrohung oder als Chance begreifen", schreibt er in einem Artikel auf carta.info. Er argumentiert klar für die Chance, bezeichnet die deutsche Datenschutzbewegung als "konservativ", bescheinigt ihrem Bedürfnis, Informationsflüsse im Netz zu kontrollieren, Gemeinsamkeiten mit Rechteverwertungsindustrie und Zensurstrukturen.
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  • Engage: The Complete Guide for Brands and Businesses...: Für die Jünger von PR 2.0 und Social Media Marketing kommt bald die neue Bibel heraus. Hier kann man sie vorbestellen. Das deutsche Gegenstück wird dann wohl von Bernhard Jodeleit im Juni kommen:  "Social Media Relations: Leitfaden für erfolgreiche PR-Strategien und Öffentlichkeitsarbeit im Web 2.0". Dessen Buch ist dann auch sicher besser angepasst als das bloße Übersetzen amerikanischer Verhältnisse in deutsche Sprache.
  • Microblogging Inside and Outside the Workplace ...sehr lesenswerte Studie der IBM zum Einsatz von twitter und StatusNet im Firmenumfeld
  • iAd: Apple to Launch New Mobile Ad Platform?: mashable spekuliert über den möglichen Apple-Gegenschlag gegen die Google Übermacht bei der Werbung, vor allem deren Zukäufe in letzter Zeit beim Thema mobile web advertising...
  • MSPRO FAZ Blog: Vor einigen Tagen gab es bei uns das zusammengefasste Video von Danah Boyd auf der SXSW 2010. Auch mspro bezieht sich darauf in seinem aktuellen Blogpost bei der FAZ. "No matter how many times a privileged straight white male technology executive pronounces the death of privacy, Privacy Is Not Dead." Eine weitere Meinung zu Christian Hellers seltsamem Text bei carta.info zur Beliebigkeit des Themas Datenschutz und Privatsphäre gibt es ab 11.00 Uhr auch bei uns von Meike Laaff
  • Facebook: …und morgen die ganze Welt?!: Ist der Like-It-Button der Schritt zur Weltherrschaft?
  • Craig Newmark on the Web’s Next Big Problem: Distributed Trust - die andere Seite von Schirrmachers Algorhitmen...
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Centrestage (Dr. M. Göhring) und Prof. Joachim Niemeier haben eine lesenswerte und vor allem praxisnahe Studie zum Thema Einführung von Enterprise 2.0 in Unternehmen online gestellt. Sie wurde bereits bei bwlzweinull.de besprochen und bewertet. Sie umfasst 72 Beispiele und ist damit aus meiner Sicht den vielen Büchern zum Thema in einer Hinsicht voraus: Sie überschreitet den üblichen Rahmen aus mehr oder weniger klugen Vorstellungen von social software im Firmenumfeld um die praktische Perspektive. Die letzten Seiten der Studie beinhalten konsequenterweise einen abstrahierten Projektablaufplan, der als individualisierbares Muster für ein eigenes Vorgehensmodell dienen kann. Sehr lobenswert. Wie so oft im Leben überschreitet diese kostenlose Studie den Nutzwert von einigen teuren E20-Fachbüchern deutlich.
Enterprise 2.0 Studie 2010 - centrestage GmbH [MEHR]
Habe mir vorgestern die DSLR Canon 550D kommen lassen. Die erste Spiegelreflexkamera unter 1000 EUR, die FullHD-Videos kann in 1080p25 und auch noch 720p50 beherrscht sowie einen Stereo-Mikrofoneingang besitzt. Das Kit-Objektiv - ein Zoom von 18-55mm Brennweite bezogen auf Vollformat - ist nicht so das ganz lichtstarke Objektiv. Aber für erste Tests und den Amateuralltag reicht es allemal. Die Automatikprogramme sind umfangreich, aber neigen gern zu überbelichteten Bildern, aber das läßt sich schnell mit der Belichtungskorrektur optimieren.
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Seit zwei Tagen glühen in den USA die Drähte. Umair Haque, den geneigten Lesern der blogpiloten bereits bekannt als Direktor und Vordenker des Havas Media Lab und seines Zeichens Großblogger beim Harvard Business Review hat mal wieder seine Lieblingsmetapher (bubblegeneration) an die Projektionsfläche unser aller Lieblingsdiskussion gepinselt. The Social Media Bubble.
In dem Text vergleicht er die Inflation dünner Verbindungen mit allerlei Menschen per Social Media mit der Subprime-Krise und deren unterdurchschnittlichen Krediten. Aus seiner Sicht sind diese Online-Bekanntschaften eher eine Illusion echter menschlicher Bindungen, die auf gemeinschaftlichem Handeln und Erleben beruhen. Die Bindungen im Social Media Land basieren nicht auf gegenseitigem Investment von Zeit, Wissen und Beachtung und sind aus Sicht von Haque somit defiziente Formen menschlicher Bindungen - wenn überhaupt.
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Die Regelung mit dem sperrigen Namen "Staatsvertrag über den Schutz der Menschenwürde und den Jugendschutz in Rundfunk und Telemedien" gibt es schon seit April 2003 - aktuell wird die jüngste Novellierung des Vertrags behandelt. Deren Zweck ist es, einen einheitlichen Schutz von Kindern und Jugendlichen vor nicht altersgerechten Angeboten in Rundfunk und Telemedien zu gewähren. Es geht also um Inhalte, "die deren Entwicklung oder Erziehung beeinträchtigen oder gefährden, sowie der Schutz vor solchen Angeboten in elektronischen Informations- und Kommunikationsmedien, die die Menschenwürde oder sonstige durch das Strafgesetzbuch geschützte Rechtsgüter verletzen", wie es in §1 des Vertrags heißt. Ob der Vertrag eingehalten wird, überprüfen die Landesmedienanstalten gemeinsam mit der Kommission für Jugendmedienschutz (KMJ) - und darum werden die Neuerungen daran auch auf Länderebene verhandelt.
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Digitale und gedruckte Information - inhaltlich ein zwingender Widerspruch des Mediums? Ich würde gerne mal wieder morgens nicht am Computer, sondern bei einem Kaffee mit einer Zeitung sitzen. Allerdings finde ich in der momentanen Zeitungslandschaft kein Produkt, das meinen Ansprüchen und Gewohnheiten entgegenkommen könnte. Meine Informationsstrategie hat sich in den letzten Jahren durch die Entwicklungen im Internet entscheidend geändert.

Eines Abends beim Diskutieren vor dem newthinking store streifte mein unruhiges Auge ein Plakat: Niiu - stell Dir Deine individuelle Zeitung zusammen (oder so ähnlich). Das war nach 5 Minuten wieder vergessen. Was ich nicht in meiner Twitter-Timeline anklicken kann, nehme ich nicht nachhaltig war. Dort tauchte vor einigen Monaten die Twittertimes auf: eine individuelle Echtzeit-Zeitung, die auf meinem Twitter-Netzwerk basiert. Auf der Titelseite erscheinen die Inhalte von Links, die in meinem Netzwerk prominent zirkulieren. Was ich für einen echten Mehrwert halte, erspart mir die Twittertimes einerseits, meine Timeline selbst zu durchforsten und andererseits meinem Netzwerk, daß ich einen ohnehin schon weit verbreiteten Link redundant einspeise. Allerdings wird die Twittertimes nicht gedruckt ausgeliefert, allenfalls könnte ich mir das PDF ausdrucken.
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via @furukama [MEHR]

“Die Gefahr der Computer besteht nicht darin, dass sie eines Tages so klug werden wie die Menschen, sondern darin, dass wir bereit sind, ihnen bis dahin auf halbem Wege entgegenzukommen.” Bernard Avishai

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