Es ist mir wohl bewußt, dass man in Europa, vornehmlich in Deutschland Werbung noch immer so betreibt und plant wie im Jahr 1995. Das wirkt heimelig und zuweilen pittoresk. Es rettet auch einige Verlage und Sender, die eigentlich schon den Weg alles Lebendigen gegangen wären. Warum soll man auch im Netz sehr wenige Interessenten zielgenau ansprechen, wenn man über teure Schaltagenturen Millionen von Leuten beim Bügeln, beim Weiterblättern oder Weghören stören kann?
Zwei oder drei Personen machen es etwas anders. Sie versuchen es mit Inhalten, die für eine bestimmte Interessenlage geschrieben werden. Content Marketing. Vielleicht möchte ja der Eine oder die Andere sich mal einlesen? Dann geht es hier weiter...
Ach ja, der geneigte Leser wird feststellen, dass sich hinter diesem Begriff etwas verbirgt, was die Reichweitendiskussion und der Hype rund um soziale Plattformen bisher etwas verdrängt hat. Wenn man nichts Passendes zu sagen hat und das auch noch möglichst hölzern formuliert, dann helfen die ganzen Onlinespirenzchen gar nix.
Bldnachweis: junta42

Über den Autor
Jörg Wittkewitz   ist seit 1999 als Freier Autor und Freier Journalist tätig für nationale und internationale Zeitungen und Magazine, Online-Publikationen sowie Radio- und TV-Sender. (Redaktionsleiter Netzpiloten.de von 2009 bis 2012)
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