Egal, was man mittlerweile aufschlägt, die Zeitung am Frühstückstisch oder das Magazin, das man morgens in der Bahn liest, wenn man zur Arbeit fährt. Für viele, vor allem für die, die den Motorsport mögen, gibt es momentan nur ein Thema, das Comeback von Michael Schumacher. In Valencia bereitet man sich schon auf den großen Ansturm vor, da man sogar damit rechnen muss, dass viele Deutsche nach Valencia reisen werden, um "King Schumi" zu unterstützen.
In einem Fernsehbeitrag, hat man, ich glaube es war vorgestern, sogar jemanden interviewt, der seinen Türkei–Urlaub für das Rennen in Valencia verlegt hat. Auch im Stern diskutierte man vor kurzem dieses Thema, "Zirkusnummer oder Königslösung!"
Und ich muss sagen, ich kann mich auch noch nicht so recht entscheiden, was ich von dem Comeback halten soll. Einerseits freue ich mich natürlich darüber, dass der größte Rennfahrer aller Zeiten wieder zurück ist, doch andererseits denke ich mir, hätte man auch jemand anderen einsetzen können. Bei den Tests in Maranello, soll Schumi ja gut 4 Sekunden langsamer gewesen sein als die Bestzeit, die damals von Barrichello aufgestellt wurde. Sollte er es jedoch schaffen, in dieser Saison noch einmal auf das Treppchen zu fahren oder ein Rennen zu gewinnen, dann macht er sich wahrscheinlich ganz unsterblich für viele Motorsportfans und an den Rennstrecken werden Denkmäler aufgestellt.
Aber was man einfach zugeben muss ist, dass es eine außerordentliche Geste gegenüber Felipe Massa war, die hier seitens Schumachers geleistet wurde. Ich habe gestern Abend noch ein Interview mit Felipe Massa gesehen und muss sagen, dass ich mich schon ein wenig erschrocken habe. Zwar ist er schon wieder nach Hause gereist und sagte, er wolle wieder Rennen fahren, aber so wirklich will ich nicht daran glauben, wenn man sieht, welche Verletzung er bei dem Rennen davon getragen hat. Das linke Auge war noch fast komplett geschlossen und stark angeschwollen, außerdem sah man natürlich die schweren Narben im Gesicht. Auf jeden Fall war es ein sehr tragischer Unfall, der natürlich das Comeback überschattet. Und genau das ist der Punkt, der mich an der ganzen Szenerie mittlerweile stört.
Viele reden gar nicht mehr über das, was in Budapest passiert ist, sondern nur noch über das Comeback von Michael Schumacher.
Einige sprachen sogar davon, dass es das beste ist, was der Formel 1 in dieser schweren Zeit passieren konnte. In meinen Augen finde ich das äußerst makaber, auch wenn ich weiß, dass damit nicht der Unfall von Felipe Massa gemeint war, aber irgendwie sehe ich diesen Unfall immer vor Augen. Aber nun gut, ihr merkt wahrscheinlich, dass ich selber nicht genau weiß, ob ich es gut finden soll oder nicht, aber daher frage ich ja Euch um eure Meinung.
Denkt ihr, es ist richtig, dass er zurückkehrt, oder hätte er es lieber lassen sollen?
Des Weiteren habe ich letzte Woche eine Abstimmung auf Einslive gesehen, in der das Comeback Lied von Michael Schumacher gevotet werden sollte. Als Gewinner bei EInslive wurde glaube ich Daft Punk mit "Technology" gewählt. Hätte aber auch noch einen weiteren Tipp, der vielleicht ganz gut passen könnte. Als ich nämlich bei der Formel 1 am Nürburgring war, (ja, ich war auch schon bei der Formel 1 ;), wurde im Eifeldorf ein neuer Hit vorgestellt, der doch eigentlich auch ganz gut zu dem Comeback passen würde. Habe Euch mal das Video von YouTube rausgesucht. Der Name des Künstlers ist Alban Skenderaj, ist zwar in Deutschland noch recht unbekannt, hat aber zusammen mit dem Nürburgring eine Kooperation gemacht (Alban feat the°Ring). Mir persönlich gefällt das Lied ganz gut, hört einfach mal rein. Auf jeden Fall wird hier Rennsport Feeling herüber gebracht und das passt auf jeden Fall zum Schumi–Comeback, wie ich finde.
Und der Titel "This is your Day" passt ja eigentlich auch ganz gut zu einem Comeback!
Bildnachweis: User YukoM auf Flickr
Seid ihr für ein Comeback oder seid ihr doch eher dagegen und der Meinung, sie hätten einen anderen Fahrer ins Auto setzen sollen? Ich kann mich nämlich nicht entscheiden, ob ich es gut finden soll oder nicht!
Über den Autor
André Paetzel ist 21 Jahre jung und seit 2007 als Blogger unterwegs. Zurzeit macht er eine Ausbildung in der Werbebranche und schreibt auf seinem Blog LogoLook über Logos, ihre kreativen Schöpfer und die Unternehmen, die dahinter stehen.











