Kurznachrichtendienst Twitter ist inzwischen endgültig im Mainstream angekommen. Kein amerikanischer Popstar, der keine 140 Zeichen Nachrichten schickt, kein ein deutscher Politiker, der sich nicht per SMS ans Wahlvolk richtet. Leider bringt Twitter eine etwas verschrobene Grammatik mit sich. Deshalb hier nochmal die wichtigsten Begriffe, damit das nächste Gespräch über Twitter nicht in peinlichem Schweigen endet. Ein kurzes Lexikon. [MEHR]
Der Kandidat der SPD: Der Wahlkampf hat längst begonnen Frank-Walter Steinmeier punktet nicht. Zwar holt er in Umfragen auf, die Kanzlerin liegt aber noch rund 20 Prozentpunkte vor ihm. Gewinnt die SPD mit dem derzeitigen Außenminister nicht die Wahl und das Kanzleramt, droht sein Gastspiel an der Spitze der traditionsreichen Sozialdemokratie ein kurzes Gastspiel zu werden. Auch und vielleicht gerade weil er dem glücklosen Kurt Beck nachgefolgt ist, der die SPD auf links und damit in Richtung der Konkurrenz unter Oskar Lafontaine gedreht hat. Steinmeier ist und bleibt, auch im Wahlkampf, dem Realo-Flügel seiner Partei (Mitte-Rechts) verpflichtet. Einer Reichensteuer, die die Parteilinken gefordert haben, hat er deshalb ins Leere laufen lassen. Als Mann des Mitte-Rechts-Flügels steht er für die Agenda-Politik von Gerhard Schröder, die Kurt Beck revidieren wollte. Die Parteilinken, Andrea Nahles und Klaus Wowereit, halten sich im Moment bedeckt. Das wird nach einem nicht siegreichen 27. September anders aussehen. Dass der Wahlkampf eröffnet ist, ist mittlerweile überdeutlich. Franz Müntefering übt sich schon seit Längerem in der Kritik an der Kanzlerin, deren Vize er immerhin zwei Jahre lang in der Großen Koalition war. Steinmeier vermeidet die direkte Konfrontation, aber spricht doch klar und gezielt in seinen Reden dieser Tage die Sprache des Wahlkampfs. In Zweiten der Krise setzen die Deutschen gerne auf Beharrung, nicht auf Wandel. Die Kanzlerin wird des deshalb wohl noch eine Legislatur im Amt halten. Ihr würde im Falle einer verlorenen Wahl dasselbe blühen, wie Frank-Walter Steinmeier: Das Ende der aktiven Polit-Karriere und der Verlust ihrer Ämter. Mehr Infos auf www.cicero.de: [MEHR]
Nachdem gestern Sven Dietrich von pop64.de bereits erklärt hat, was "The Pirate Bay" ist, kommt hier und heute eine alternative und natürlich vollkommen ernst gemeinte Erklärung von Jörn Sieveneck und Matthias Bauer. [MEHR]
picture-17Das Web entgrenzt so einiges, wenn nicht sogar einfach alles. Unternehmensgrenzen werden aufgeweicht, Hierarchien zugunsten flexibler Netzwerkstrukturen aufgebrochen. Weltweite Kommunikation zwischen Menschen und nicht nur Gatekeepern wird ermöglicht. Es twittert und bloggt wie wild vor sich hin in "The Cloud". Schöne neue Netzwerkwelt - und mit dem kuscheligen Social Web wird es auch noch ganz dicke freundschaftlich. Buddies, Friends, Kontakte... Connecten, Netzwerken, Poken.... Freundschaftlich? Freunde? Mmhhhh, ich weiß nicht so recht. [MEHR]
Sven Dietrich von pop64.de erklärt in dieser Klartext-Folge, was "The Pirate Bay" ist. Wie an der Überschirft zu erkennen ist, haben wir dazu eine Version 1 und - ihr ahnt es - eine weitere Version, nämlich die Version 2. Die gibt es dann als nicht ganz ernst gemeinten Nachschlag morgen. Akteure sind dann Jörn Sieveneck und Matthias Bauer. Aber jetzt erst mal Sven Dietrich mit seiner Erklärung... [MEHR]

Die Blogpiloten stoßen bei ihren Streifzügen durch's Netz auf jede Menge spannende Links. Einige besonders lesenswerte stellen wir hier vor.

  • "Tagebücher sind mehr als ein innerer Monolog": Interview auf JETZT.de mit TIne Nowak, Kuratorin der Ausstellung "@bsolut privat!? Vom Tagebuch zum Weblog". Die Ausstellungt läuft noch bis Ende August im Berliner Museum für Kommunikation.
  • Grippewelle: Schweinegrippe infiziert Twitter: Kai Biermann hat sich für die zeit mal angescahut, wie schnell sich die Schweinegrippe auf Twitter verbreitet hat. Interessante Zahlen. Twitter hat sich ja schon mehrfach 1. als Frühwarnsystem und 2. als viral funktionierende Gedankenschleuder herausgestellt.
  • Physik des Regentropfens: Tropfen zerplatzen gar nicht auf dem Boden: Das Blog Echolot beobachtet die Wissenschaft. Ich beobachte derzeit mehr das Wetter, denn der April scheint bis zu seinem Ende wirklich noch zu machen "wasser" will. Es regnet. Da passt das Blogposting von Marc Scheloske zur Physik des Regentropfens.
  • F.A.T. - Free Art and Technolgy: Free Art and Technology ist mir gestern zum ersten Mal aufgefallen. Es ist ein mehr als lässig gemachtes Blog mit vielen Videos und genialen Technik-, Kunst- und Kulturhacks. Nicht nur lesens- sondern auch bookmarkens- und RSS-abonnierenswert.
  • Journalismus muss sich verändern, um relevant zu bleiben: Alan Rusbridger, Chefredakteur des Guardian, spricht im Video auf CARTA über die Zukunft des Journalismus und den Medienwandel.
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Gilt als zu höheren Ämtern berufen: Norbert Röttgen Wie wird das Personaltableau nach der Bundestagswahl bei der Union rotieren? Zwei Szenarien: [MEHR]
Kürzlich hatten wir Ushahidi hier bei Blogpiloten im Review und dazu auch ein Video-Interview mit Juliana Rotich, eine der Gründerinnen dieses afrikanischen Crisis-Mapping-Dienstes. Bei der TED hat Erik Hersman, ein weiterer Gründer von Ushahidi in weniger als 4 Minuten auf den Punkt gebracht, worin die Kraft hinter dem als simples Mashup gestarteten Texting-Dienst steht und wie er inzwischen weltweit eingesetzt wird, um Informationen aus Krisengebieten schnell in die (Web-)Öffentlichkeit zu bringen. Sehenswert! [MEHR]
profil_angela-merkel Während man sich in den letzten Tagen kaum in der deutschen Blogosphäre tummeln kann, ohne über politische Beiträge zur Zensursula zu stolpern, wetteifern die Parteien nach wie vor um die Stimmen der Digital Natives. Der neueste Coup: [MEHR]
Die Blogpiloten stoßen bei ihren Streifzügen durch's Netz auf jede Menge spannende Links. Einige besonders lesenswerte stellen wir hier vor.
  • Filmpremiere auf Youtube: Der Dokumentarfilm 'Home' von Luc Besson und Yann Arthus-Bertrand startet als weltweit erster Film zeitgleich in den Kinos und auf YouTube. Gut so! [via T3N]
  • Google auf Rezept: Emily Singer schreibt auf Technology Review, wie wir künftig online Zugriff auf unsere Krankenakte haben werden. In den USA gibt es bereits erste Versicherer, die das automatische Hochladen der eigenen Krankendaten z.B. auf Google Health oder Microsoft HealthVault gestatten. Wohin das wohl führen wird? Hoffnungs- und Drohszenarien dürften nicht lange auf sich warten lassen.
  • Warum wir dem BKA nicht vertrauen können und was das mit dem Föderalismus zu tun hat: Ralf Bendrath fasst auf Netzpolitik noch einmal die Tragweite des Themas Zensrusula, Sperrlisten und mehr Befugnisse für das BKA zusammen. Die Debatte muss weitergehen. Außerdem verlinkt der Text auf weitergehende Beiträge Zeit, Heise und Co. Wer auf den aktuellen Stand kommen möchte, ist hier gut aufgehoben.
  • Medienkrise: Fünf Thesen zum Umbruch: Mein Lieblingsblog medienlese.com wird ja leider Gottes bald nicht mehr weiter betrieben. Einer der Autoren, Peter Sennheiser, nimmt die Reaktionen auf die Blogschließung und die darin zum Ausdruck gebrachten Meinungen zum Umbruch in der Medienwelt zum Anlass mal systematisch 5 Thesen zu eben diesem Umbruch zu fomulieren. Lesenswert!
  • Kostenlos-Kultur ≠ Urheberrechtsverletzung: Robin Meyer-Lucht hat auf carta.info 10 Thesen zum Modernisierungsversagen der Medieneliten niedergeschrieben. These #3 z.B.: "Das Internet gefährdet unsere Kultur? Na sicher, und das ist auch gut" .... Finde ich auch.
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papergirl Das Berliner Kunstprojekt Papergirl geht in die vierte Runde. Warum der Name? "Papergirl wird wie eine Zeitung verteilt, aber nicht editiert oder gedruckt, sondern besteht aus künstlerischen Originalen, die gerollt werden." Die Kunstwerke werden am Ende der Ausstellung, in er alle Arbeiten gemeinsam zu sehen sind, verschenkt, vom Fahrrad aus an Passanten auf der Straße. In diesem Jahr voraussichtlich in Neukölln. Ein sehr schönes Projekt - wer freut sich nicht über ein spontanes Kunstgeschenk? Bis zum 17. Juni könnt ihr künstlerische Arbeiten einreichen. Wie und wo steht nach dem Klick. [MEHR]
Jetzt ist es offiziell: Die einflussreichste Person der Welt ist ein 21-jähriger Student. Christopher Poole, online bekannt unter dem Namen moot, hat das Forum 4chan gegründet. (4chan haben wir so ziemlich jedes Meme (was ist das?) der letzten Jahre zu verdanken: LOLCats, Chocolate Rain? Alle waren zuerst auf 4chan.) Ist der 21-jährige Student aus New York tatsächlich so einflussreich? Das zumindest behauptet das TIME Magazine, das auch dieses Jahr eine Onlinebefragung zu den 100 einflussreichsten Personen gestartet hat. Das Ergebnis war eindeutig: moot hat haushoch gewonnen. Aber Moment, ganz so einfach ist es nicht. Moot, der zuletzt auf der re:publica in Berlin gesprochen hat, hat im Netz gewaltig Einfluss. Aber wie er im Gespräch in Berlin selbst sagte, einer Onlineabstimmung kann man besonders in seinem Fall nicht wirklich trauen. Moot und seine Unterstützer haben die Abstimmung kräftig manipuliert. Wie genau, erfährst du nach dem Klick. [MEHR]
picture-5 Seit Juli 2008 im gibt es ein neues Kleinod für Musikliebhaber im Internet – tape.tv. Gegründet wurde die Plattform von Conrad Fritzsch (39) und Stephanie Renner (41). Etwa 17.000 Musikvideos soll das Archiv des Senders umfassen. Von Indie und Elektro bis hin zum aktuellen Chartsgedudel ist für jeden etwas dabei. Man ist geneigt vom neuen MTV zu sprechen. [MEHR]
Die Blogpiloten stoßen bei ihren Streifzügen durch's Netz auf jede Menge spannende Links. Einige besonders lesenswerte stellen wir hier vor.
  • Bezahl-Angebote im Netz: Verleger warten ab: Auf dem Portal "Journalism Online" will man in den USA künftig journalistisch qualitativ hochwertige Bezahlinhalte im Web anbieten. Wie im Onlineangebot der FR zu lesen ist, zeigen sich deutsche Verleger zwar interessiert an einem vergleichbaren Modell für Deutschland, sind aber noch zögerlich. Insgesamt klingt das aber wieder danach, dass die Verlage bzw. die Redaktionen entscheiden, was Qualität ist.
  • radioeins - Ursula von der Leyen: In einem Interview beim Radiosender radioeins [via Golem] hat sich Zensursula erneut zu den Internetsperren geäußert und dabei behauptet, dass 20 Prozent der Internetnutzer versiert genug seien, die Sperren zu umgehen und dass es sich dabei um teils schwerst Pädokriminelle handele (im Interview ab Minute 3). Ähhh...
  • Digitalisierte Medien: Die Zukunft des Buches: Im FAZ-Net Feuilleton gibt es einen interessanten Überblicksartikel über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Buches zu lesen. Der Autor, Peter Richter, stellt verschiedene "Neuformatierungen" der Verbreitung von Buchinhalten vor. Unter anderem wird die Espresso Book Machine vorgestellt, ein offenes Buchdrucksystem, das von Book on Demand Anbietern eingesetzt wird.
  • Schweinische Panik?: Florian Rötzer diskutiert im Zusammenhang mit der in Mexiko ausgebrochenen Schweinegrippe auf Telepolis den schmalen Grat zwischen der Gefahr einer Pandemie und einer Massenpanik. Wer heute Morgen die Websites der großes Zeitungen anschaut wird von mit Mundschutzt vermummten Menschen begrüßt. Unwohl wird einem dabei schon ein wenig...
  • Medienlese wird eingestellt: Traurig, aber wahr: Voraussichtlich wird medienlese.com zum Ende des Monats eingestellt. Blogwerk-Chef Peter Hogenkamp sagt dazu: 'Ein grosser Teil der Journalismus-Zukunft wird online stattfinden, diese Aussage war und ist sicher richtig. Aber dass die Monetarisierung vor allem kleiner, inhaltlich hochwertiger Angebote noch einige Zeit lang problematisch bleiben wird, wissen wir eben auch.' Sehr, sehr schade.
  • Musikindustrie freut sich über Zensurlisten: [Netzwertig.com] Erwartet schnell, aber unerwartet direkt versucht Dieter Gorny, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Musikindustrie, die Zensurbestrebungen der Bundesregierung auch auf Urheberrechtsverletzungen auszuweiten. Internetzensur wegen kopierter Musik? Soweit kommt's noch.
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Irgendwie kennt man es nur von Menschen. Egal was die Leute auch hören, sie bewegen sich bewusst oder unbewusst zu dem, was sie hören. Der eine schnippt mit den Fingern, der andere stampft mit dem Fuß und wiederum andere lassen ihre Hüften kreisen. Mal gut und mal weniger gut. Und wer, wenn nicht die Japaner, hätten es wohl geschafft, auch Elektronikgeräte zum Tanzen zu bewegen? Ich darf vorstellen, der Sony Rolly, den man mittlerweile für rund 350 Euro bekommt, schwingt seine Plastik-Hüften wie einst Shakira ihre Hüften, vergleiche das folgende Video. [MEHR]