Die politische Kultur, also die Abbildung, Reflexion und Kontrolle politischer Prozesse und Willensbildung, beruhte bis zum Durchbruch der Online-Medien auf der Arbeit einiger Leitartikler oder leitenden Journalisten in den Leitmedien. In der Bonner Republik sprach man noch davon, dass es ausreichend sei, die sieben wichtigsten Journalisten des Landes zu kennen und zu informieren, um die öffentliche Meinung nachhaltig zu beeinflussen. Der kleinen Zahl der Leitartikler und Kommentatoren entsprach eine entsprechende Zahl von Medien. Die Milieus der Gesellschaft waren ebenso überschaubar. Dass, was man heute fälschlicherweise eine Mehrheitsgesellschaft nennt, war in dieser Zeit noch Realität. [MEHR]
Interview mit Norbert Hillinger zum Thema Alternate Reality Games. Er ist Trend Analyst mit Schwerpunkt Filmpromotion in der Trendforschungsagentur TrendONE (Berlin).
Woher kommt die Idee zu Alternate Reality Game?
Die Idee dazu kommt aus den USA. Das erste Alternate Reality Game (ARG) wurde 2001 zum Steven Spielberg Film A.I.- Artificial Intelligence durchgeführt. Im Abspann tauchte der Name einer Therapeutin für Maschinen mit künstlicher Intelligenz auf. Einigen findigen Leuten kam dieser Name bzw. die Jobbezeichnung komisch vor, und sie machten sich auf die Suche nach der Person. Im Zuge der Recherchen tauchte eine versteckte Telefonnummer auf. Diese Nummer wurde angerufen, und so ist das Rabbit Hole (der Einstieg) in das Spiel„The Beast" geschaffen worden. Das ist das mir erste bekannte ARG. Alternate Reality Games sind multimediale Schnitzeljagden, obwohl die Mechanismen und Aufgaben oft weit darüber hinaus gehen.
Seinen letzten Beitrag auf BasicThinking hat Robert Basic geschrieben, bevor das Blog heute Abend verkauft wird. Die Ebay-Auktion hat die 30.000 Euro-Marke erreicht, damit steht einem Verkauft wohl nichts mehr im Weg.
Robert Basic ist einer der bekanntesten Blogger in Deutschland und hat eine riesige Fangemeinde - verdientermaßen. Was hat der Verkauf seines Blogs für die deutsche Blogosphäre zu bedeuten? Schwer zu sagen. Vermutlich aber: Nicht so viel, wie der Medienrummel um diese Auktion erwarten ließe. Bis in die Washington Post hat die Auktion es gebracht, wenngleich die Post ein wenig zurückhaltend wirkt.
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