Die Zeit: ein zentrales Problem im Web 2.0 (Bild von fabiolarebello bei Flickr)
Problem 2: Die Aufmerksamkeit. Für jedes StartUp sei entscheidend, ob es genug Early Adopters auf seine Seite ziehen kann, um den Durchbruch zur massenhaften Verbreitung zu schaffen. Je mehr StartUps es jedoch gibt, umso schwieriger sei es, die Aufmerksamkeit jener Early Adopters zu bekommen.
Problem 3: Der soziale Druck. Web 2.0 bedeutet einerseits, sich mit seinen Freunden und Bekannten vernetzen zu können, andererseits jedoch auch, den Überblick über diese Aktivitäten behalten zu müssen. Das wird jeodch schwerer, wenn die Freunde für gleiche Aktivitäten unterschiedliche Services nutzen.
Mögliche Lösungsansätze: Lifestreaming, Medienkompetenz und Reduzierung der Information
Nimmt man die Thesen des Beitrags für bare Münze, so könnte der eigentliche Boom-Service der Zukunft ein reiner Meta-Service sein, der etablierte Services verbindet. Entsprechend liegen Lifestreaming-Dienste gegenwärtig im Trend. Ein idealer Meta-Service würde also eine möglichst große Zahl an Diensten integrieren und zentral mit Inhalten und Kommunikation bestücken.
Der (mögliche) soziale Druck könnte durch eine größere Medienkompetenz abgefedert werden: Es wäre dann den Nutzern überlassen, ab welchem Punkt sie zum eigenen Schutz ihre Web-2.0-Teilnahme beschränken. Doch wie ließe sich eine solche Medienkompetenz erreichen? Mit Sicherheit wäre es eine Herausforderung für die gegenwärtige Medienpädagogik.
Ergänzend sind Verfahren ratsam, die Informationsflut wieder zu reduzieren. Zentrale Idee: die Flut wird nur deshalb zur Überflutung, weil zahlreiche Informationen irrelevant sind. Man müsste also eine Möglichkeit schaffen, diese irrelevanten Informationen herauszufiltern – im Idealfall automatisch. Wen das interessiert, der darf gespannt sein: die Blogpiloten werden dieser Zukunftsvision bald ausführlich nachgehen.
Über den Autor
Björn Rohles ist Medienwissenschaftler und arbeitet als Projektmanager für das Netz. Natürlich hat er sein eigenes Blog jorni.de, in dem er seine Gedanken und Entdeckungen zu digitalem Papier bringt.










