Und genau dort kommt dann der Name "Befreiphone" ins Spiel. Vor ein paar Tagen hat Macnotes diesen seltsamen Namen erschaffen und sich direkt mal die passende Domain gesichert, um auf den dazu entsprechenden Befreiphone-Wettbewerb hinzuweisen. Der Grund dafür wird schnell ersichtlich: es handelt sich um einen Suchmaschinenoptimierungswettbewerb. Die Idee ist lustig und eine kreative Alternative zu den sonst üblichen schnöden "Kommentare abgeben und der Zufall entscheidet"-Wettbewerben: Am 17. September um 22 Uhr wird der Suchmaschinengott Google befragt, was ihm zum Thema "Befreiphone" einfällt – und die Nummer 1 bekommt das passende Gerät zugeschickt.
Schöne Idee, die schon zu vielen Blogeinträgen über das Befreiphone in renommierten Blogs geführt hat, beispielsweise bei macx oder praegnanz. Ganz nebenbei lernt man eine ganze Menge über Suchmaschinenoptimierung, und darum haben die Macnotes-Macher wohl auch vergessen, sich die anderen Befreiphone-Domains zu sichern. Und so begrüßt mich auf befreiphone.com der Satz "Befreiphone Donec tristique aliquet arcu". Auch später hängt hier noch möglichst oft der Begriff "Befreiphone" zwischen den Buchstabenfolgen. Und befreiphone.org hätte gerne möglichst viele Backlinks und verlost – sollte man dafür mit einem iPhone belohnt werden – unter allen Kommentatoren die dann sinnlos gewordene, "mördergeile domain mit tausenden von geilen backlinks".
Doch gibt es große Konkurrenz, denn viele etablierte Domains machen Suchmaschinenoptimierung schon viel länger. Zum Glück kann man sie anzapfen. Und so gibt es ein treffend bebildertes Befreiphone bei Ebay zu ersteigern, ab einem Euro zuzüglich dreineunzig Versand. Wem das nicht reicht, der kann über XING mit der mittlerweile anscheinend wieder gelöschten Samantha Befreiphone Kontakt aufnehmen. Die kann bestimmt weiterhelfen.
Bei so viel Engagement und Ideen können alle anderen Telefone einpacken – oder in tiefe Depressionen versinken.
Das Bild der beiden iPhones stammt von Ewen and Donabel und ist unter einer Creative-Commons-Licence veröffentlicht.
Über den Autor
Björn Rohles ist Medienwissenschaftler und arbeitet als Projektmanager für das Netz. Natürlich hat er sein eigenes Blog jorni.de, in dem er seine Gedanken und Entdeckungen zu digitalem Papier bringt.










