In seiner jüngsten Studie hat das
Pew Internet & American Life Project untersucht, wie Internetnutzer mit ihren digitalen Fußabdrücken umgehen. Wie die Studie
Digital Footprints zeigt, sind sich die Nutzer zunehmend der Spuren bewusst, die sie im Netz hinterlassen.
Was heißt das konkret? Ego-Googlen wird normal: 47% der Befragten haben angegeben, Informationen über sich selbst gesucht zu haben, vor fünf Jahren waren es lediglich 22%. Nur die Wenigsten (3%) checken ihre eigene Onlinepräsenz regelmäßig, rund drei Viertel der Nutzer haben das nur ein- oder zweimal getan.
Doch nicht nur sich selbst, auch Bekannte werden gerne online gesucht: "Nostalgie scheint ziemlich viele Internetnutzer zu motivieren", sagt Susannah Fox, Mitverfasserin des Reports. "Das beliebteste Suchziel ist jemand aus der eigenen Vergangenheit - ein alter Freund, eine alte Flamme oder ein früherer Kollege."
Durch YouTube, Flickr, Weblogs und Co ist diese Art von Suche natürlich deutlich interessanter geworden, der digitale Fußabdruck vergrößert sich enorm. Dennoch haben es sich zumindest die Erwachsenen im Netz, so der Report, nicht angewöhnt, ihre Onlineidentitäten regelmäßig zu überprüfen. (Deutlich mehr Jugendliche als Erwachsene beschränken den Zugriff auf ihre YouTube- und Flickr-Accounts.)
Die gerade veröffentlichte Studie beruht auf einer Telefonbefragung von 2373 Erwachsenen in den USA, von denen 1623 das Internet nutzen. Die Befragung wurde im Dezember 2006 durchgeführt.
Link zum PEW-Report Digital Footprints,
Link direkt zur PDF-Datei
Über den Autor
Peter Bihr (Projektleitung) hilft als Gründer der Agentur
Third Wave Unternehmen, ihre Strategien erfolgreich ins Netz zu übertragen. Über Social Media und digitale Kultur schreibt und
twittert Peter auch privat unter
TheWavingCat.com.