Trigami, Schweizer Vermittler für bezahlte Blogbeiträge, ist (erneut) mit einem seiner Kunden in die Kritik geraten. Diesmal geht es um eine Pokerwebsite, die zum einen schon einmal bei Blogscout negativ aufgefallen war (um es einmal freundlich zu formulieren) und bei der es zum anderen zumindest rechtlich fragwürdig erscheint, in welcher Form man in Deutschland überhaupt über ihr Angebot berichten darf. Schließlich ist nach einer Entscheidung des OLG Hamburg das Bewerben eines ausländischen Glücksspiels unzulässig. Der betreffende Trigami-Kunde sitzt laut Impressum in England und ein bezahlter Blogbeitrag wird mit hoher Wahrscheinlichkeit als Werbung eingestuft. Das Glücksspiel findet allerdings nicht direkt auf der betreffenden Seite statt. Ob man sich auf so dünnes juristisches Eis begeben will, muss natürlich jeder selbst entscheiden... Die von DonAlphonso kritisierte Kennzeichnung der bezahlten Beiträge wird im Trigami-Blog übrigens gerade ausführlich diskutiert. Im März hatte DonAlphonso anhand eines anderen Trigami-Kunden gezeigt, dass vor der Annahme eines Auftrags auf jeden Fall eine eigene Recherche stehen muss.

Über den Autor
Steffen Büffel ist freiberuflich als Medien- & Verlagsberater, Trainer und Medienwissenschaftler tätig. Schwerpunkte: Crossmedia, Social Media und E-Learning. Seine Blogheimat ist der media-ocean. Außerdem ist er einer der Gründer der hardbloggingscientists.
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Steffen Büffel | Firma 2.0 | 12.06.07, 12:47
 
 

4 Kommentare zu “Trigami: Kunde im Zwielicht”
 
13:35 | Jun 12' 2007| RANDPOP » Blog Archive » Trigami - Jetzt geht es los! schreibt:

[...] [Update] Eine weitere Meta-Meinung gibt es bei Endl. Die Blogpiloten beleuchten eher das Juristische [...]

 
11:45 | Jun 13' 2007| » Nachtrag: Trigami sieht sich schuldlos, Blogpiloten.de - Weblog Update Weekly schreibt:

[...]   24   Blackbox WWW         11:45 | Jun 13’07 Nachtrag: Trigami sieht sich schuldlos   Trigami nimmt jetzt in seinem eigenen Blog Stellung zu den Vorwürfen im Zusammenhang mit einem Werbekunden: “Es ist nicht die Aufgabe von trigami, Kunden zu überprüfen. Wenn ein Kunde trigami nutzen möchte, soll er das tun können. Wir verstehen uns nicht als (ethische) Prüfinstanz. Würden wir uns als Prüfinstanz sehen, würde das heißen, dass alle auftraggebenden Kunden von uns explizit gutgeheißen und als problemlos eingestuft wären. Es ist für uns weder möglich noch wirtschaftlich zu jedem Kunden eine ausführliche ´Due Diligence´ durchzuführen.” [...]

 
14:09 | Jun 13' 2007| Lutz Enke: einer von Pokerstrategy - Sajonara.de - Internetmagazin schreibt:

[...] Jetzt wird diskutiert und diskutiert und informiert. Es wird sogar in Betracht gezogen, StoiBär könnte seine Seele verkauft haben. Wir wissen ja, wie die Bayern mit Bruno umgegangen sind. Da kann der StoiBär sich glücklich schätzen, dass nur ein Franke es war, der diese rhetorische Frage in den Raum gestellt hat. Unsere Blogosphäre mutiert zum Spielplatz der Eitelkeiten, und dabei liegt doch alles auf der Hand, hat Leonope doch bereits vor einiger Zeit allen alles erklärt. [...]

 
15:06 | Jun 28' 2007| » Mit Blogs Geld verdienen?, Blogpiloten.de - Weblog Update Weekly schreibt:

[...] Vor einigen Tagen sprach ich in einem Seminar der Uni Leipzig über die Möglichkeiten mit Weblogs Geld zu verdienen. Und da gibt es einige. Durchaus. Einige sogar, für die man nicht ins Erotikgeschäft gehen muss. Für die man keine zweifelhaften Websites mit redaktionellen Features lobpreisen braucht. Sondern ehrliche. Wenn es auch die Einnahmequellen sind, die derzeit zumindest noch keine wirklich hohen Einnahmen versprechen. Bei genauem hinsehen wird schnell klar, dass es Weblogs auch nicht leichter als andere Websites haben, sich allein durch Werbung zu finanzieren. [...]

 
 
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