Jan Schmidt hat uns mit "Wie ich blogge?!" die umfangreichste Studie zur Nutzung von Weblogs im deutschsprachigen Raum beschert. Er hat sich darüberhinaus auch genauer mit der Subspezies des "Politikbloggers" beschäftigt. Darüber sprach er mit Igor Schwarzmann in einem exklusiven Interview für die Blogpiloten. Blogpiloten: Kannst Du für uns zusammenfassen, was Deine Untersuchung ergeben hat? Jan Schmidt: Also, zunächst mal gibt es einen beträchtlichen Anteil von Bloggern, die als Autoren oder Leser an politischen Themen interessiert sind. Die Umfrage, die allerdings im strengen Sinn nicht statistisch repräsentativ ist, haben wir im Sommer 2006 durchgeführt: Da haben etwa ein Drittel der aktiven Blogger gesagt, dass sie (auch) über politische Themen schreiben - das waren zwar etwas weniger als im Oktober 2005 bei der ersten Welle, aber damals war die Bundestagswahl auch knapp vorbei. Etwa ein ähnlich hoher Anteil ist 2006 auch als Leser an politischen Themen interessiert (da haben wir leider keine Vergleichszahlen). Wir haben dann die soziodemographischen Merkmale dieser beiden Gruppen ermittelt und festgestellt, dass unter den "Politbloggern" Männer deutlich überrepräsentiert sind, ebenso wie ältere Personen (ab 30 Jahren aufwärts). Außerdem besteht ein Zusammenhang mit der formalen Bildung: je höher gebildet, desto eher Politblogger. D.h. von der Soziodemographie her handelt es sich bei den Politbloggern um eine Gruppe, die etwas vom "normalen" Bloggerprofil abweicht, denn generell sind ja Teenager und Frauen auch sehr aktiv beim Bloggen. Wir haben außerdem Fragen zum generellen politischen Engagement gestellt. Dabei kam raus, dass Blogger im Großen und Ganzen ein etwas höheres Maß an politischer Partizipation aufweisen. Das betrifft sowohl konventionelle Formen (Wählen gehen) als auch unkonventielle Formen (an einer Demonstration teilnehmen, in einer Bürgerinitiative mitarbeiten). Unter den Politbloggern sind die Anteile nochmal höher, d.h. hierbei handelt es sich um politisch sehr interessierte und aktive Personen. Zusammengefasst kann man aus unseren Studien also erkennen, dass Politblogger meistens Männer sind, etwas älter als der durchschnittliche Blogger und mit einer höheren Schulbildung, also meist Abitur und/oder Studium. Außerdem sind sie generell stärker politisch interessiert und engagiert als der Durchschnittsbürger. Blogpiloten: Können Politikblogger in Deutschland zu Multiplikatoren und Meinungsführern werden wie man das aus den USA kennt? Jan Schmidt: Ja. Allerdings sind sie noch nicht so weit wie in den USA. Etwas ausführlicher: Blogs ergänzen in meinen Augen den traditionellen (auch politischen) Journalismus, weil sie Themen aufgreifen, kommentieren und weiter verbreiten. Ich sehe durchaus das Potenzial, dass Blogger in Deutschland zu bestimmten Themen Anlaufstelle werden, wenn man sich über neue gesellschaftspolitische Entwicklungen informieren und Meinungen, Kommentare und Diskussionen verfolgen will. Die Frage ist, wie weit der Einfluss reichen kann - ein Meinungsführer innnerhalb der Blogosphäre hat ja trotzdem nur eine begrenzte Reichweite. Ich glaube aber, dass sich für bestimmte politische Themen (IT- & Datenschutz, Bürgerrechte, ...) durchaus politische Öffentlichkeiten in der Blogosphäre in Deutschland ausbilden werden, die sehr wichtig für den generellen Diskurs sein können. Netzpolitik.org ist da beispielsweise schon ein erster Anfang; im Moment sicher noch stark auf die Filterung und Verbreitung von Informationen konzentriert, aber das wird sich meiner Ansicht nach noch weiter entwickeln. Blogpiloten: Ein wenig wissenschaftlicher gefragt: Übernehmen Politikblogs - oder auch Blogs allgemein - eine Gatekeeping-Funktion? Jan Schmidt: Ja und nein. Ich sehe, dass (Polit)Blogs eine Filterfunktion übernehmen, insofern also auch Gatekeeping betreiben, aber die Mechanismen sind meines Erachtens etwas anders als im klassischen Journalismus: Im professionellen Journalismus ist es ja klassischerweise der einzelne Journalist oder die Redaktion (je nach Perspektive), die Gatekeeping betreibt und Informationen anhand bestimmter Relevanzkriterien/Nachrichtenfaktoren selektiert. Das verschwindet natürlich nicht, auch im Internet gibt es ja den professionellen Journalismus. Aber es entstehen im Web 2.0 auch neue Öffentlichkeiten, die an die "klassischen Öffentlichkeiten" andocken und sie weiter fortsetzen. Und dort greifen eben nicht mehr die herkömmlichen Relevanzkriterien (zumindest nicht mehr uneingeschränkt), sondern da wird nach persönlicher Relevanz entschieden, ob Nachrichten kommentiert und verbreitet werden. Bei Politbloggern sind nun wieder unterschiedliche Formen denkbar, gerade was den Anspruch an die eigene Publikationsform angeht; beispielsweise sind Politblogger denkbar, die vorrangig informieren möchten, während andere aktuelle Themen kommentieren wollen. Diese beiden Formen haben vermutlich jeweils andere Kriterien, nach denen sie Themen und Ereignisse aufgreifen. Hier ist vielleicht auch der Vergleich mit den USA aufschlussreich. In den USA hat sich die politische Blogosphere ja vor allem über zwei Schlüsselereignisse formiert: 1) den zweiten Irak-Krieg, als durch Blogs Informationen direkt aus dem Krisengebiet verfügbar wurden und sich eine kritische Öffentlichkeit gebildet hat. 2) die Präsidentschaftswahl 2004, als Blogs als Mittel zum Campaigning, zur schnellen Informationsweitergabe, zum Fundraising entdeckt wurden - aber gleichzeitig in den Blogs auch heftige Kämpfe zwischen den beiden ideologischen Lagern ausgefochten wurden. Vergleichbare Schlüsselereignisse haben wir in Deutschland bisher nicht gehabt. Dazu kommt, dass a) unser politisches System und b) unser Mediensystem anders strukturiert ist als das amerikanische. Anders und abstrakt gesagt: Das amerikanische politische System (mit stärkerem Fokus auf einzelnen Kandidaten als auf Parteien) und das Mediensystem (das viel kommerzialisierter ist und innerhalb dessen es weniger Möglichkeiten für unabhängige Informationen gibt, wie sie bei uns bspw. der öffentlich-rechtliche Rundfunk bietet) fördern das Entstehen der Blogosphäre als lebendige politische Öffentlichkeit in den USA. Ein dritter Faktor: Historisch-kulturell haben die USA eine starke Tradition des bürgerschaftlichen Engagements (da kann man bis zu den Schilderungen von Tocqueville zurückgehen). Das mag noch eine Rolle spielen, wobei ich mit kulturalistischen Erklärungen etwas vorsichtiger sein möchte; für mich sind die ersten beiden Faktoren (politisches System und Mediensystem) entscheidend. Blogpiloten: Nun ein wenig plakativ gefragt: Brauchen wir in Deutschland einen Irak-Krieg, damit Poltikblogger sich formieren können? Jan Schmidt: Ich hoffe nicht! Sagen wir mal so: Es gibt zwei Spielarten von Politikblogs, die ich oben ja für die USA skizziert habe - Politblogs als Gegenöffentlichkeit und Politblogs als Instrument des Campaigning - nicht nur, aber auch von Parteien und Kandidaten. Das zweite wird in Deutschland sicher bei den nächsten größeren Wahlen aktuell werden. Das erste (Gegenöffentlichkeit) sehe ich im Moment noch nicht so ausgeprägt (was aber ja, wie gesagt, auch mit unserem etwas anderen Mediensystem zu tun hat). Ich weiß auch nicht so recht, ob sich so etwas steuern oder gezielt aufbauen lässt, vermutlich passiert und entsteht es einfach irgendwann - am ehesten vermutlich in den Bereichen der Sicherheitspolitik, Datenschutz, Überwachung etc. Also dort, wo vielleicht nicht die großen Debatten geführt werden, an der sich die halbe Nation beteiligt, aber zumindest eine informierte und engagierte Gruppe (die Blogger) sich mit aktuellen politischen Entscheidungen und Tendenzen kritisch auseinandersetzt. Damit aber das Bloggen wirklich was bewegt, müsste eine Rückkopplung stattfinden: Entweder direkt an die Politik oder vermittelt über Massenmedien, die Themen und Meinungen aus den Blogs aufgreifen und so in die "öffentliche Meinung" einspeisen. Also: hoffentlich kein Irak-Krieg (oder Terroranschlag), sondern ein langsames "Emergieren" einer ausgeprägten politischen Blogosphäre. Blogpiloten: Wenn ich das richtige verstehe, siehst Du in (Politik)Blogs keine Massenmediumqualitäten? Jan Schmidt: Sagen wir mal so: Ein Blog, das von vielen Leuten gelesen wird, ist natürlich "Massenmedium" im Sinne einer hohen Reichweite. Aber es wird trotzdem anderen Selektionskriterien und Darstellungsformen folgen als professionell journalistisch hergestellte Angebote. Das Besondere von erfolgreichen Politblogs ist ja gerade, dass sie nicht das gleiche machen wie die Massenmedien, sondern a) über andere Themen schreiben, das b) auf eine andere Art und Weise tun (Fokus auf persönlicher Authentizität bspw.) und c) den "Rückkanal" zum Leser in Form von Kommentaren und weiterführenden Diskussionen in anderen Blogs haben. Nochmal anders gesagt: Erfolgreiche Politblogs, die großen amerikanischen Politblogs wie dailykos, littlegreenfootballs etc. allemal, haben natürlich eine Reichweite, die vermutlich zahlreiche Lokalzeitungen aus dem Feld schlägt. Aber um sie herum entstehen zusätzlich noch Diskussionen, Konversationen und Öffentlichkeiten, die die Massenmedien so nicht bereitstellen. Blogpiloten: Wir bedanken uns für das Interview, wünschen Jan einen schönen Urlaub und hoffen, dass er ihn nicht wegen dieses Gesprächs zu spät antreten muss. Jan Schmidt: Dankeschön – jetzt geht’s zum Zug.. :-) Igor Schwarzmann studiert Politikwissenschaft und ist an zahlreichen Weblogs als Autor beteiligt. Zu den bekanntesten dürfte medienrauschen.de zählen.

Über den Autor
Thomas Gigoldist Journalist und Berufsblogger. Blogger ist Gigold bereits seit den letzten Dezembertagen des Jahres 2000, seit 2005 verdient er sein Geld mit Blogs und arbeitete u.a. für BMW, Auto.de und die Leipziger Messe. Selbst bloggt Gigold unter medienrauschen.de über Medienthemen.
Tags: 

Thomas Gigold | Gastautoren | 21.12.06, 02:19
 
 

23 Kommentare zu “Politische Blogs in Deutschland: Ist da was?”
 
12:43 | Dez 21' 2006| netzpolitik.org: » Politische Blogs in Deutschland » Aktuelle Berichterstattung rund um die politischen Themen der Informationsgesellschaft. schreibt:

[...] Igor Schwarzmann hat für das Blogpiloten Jan Schmidt interviewt, der die Umfrage „Wie ich blogge?!“ initiiert hat: Politische Blogs in Deutschland: Ist da was? Blogpiloten: Können Politikblogger in Deutschland zu Multiplikatoren und Meinungsführer werden, wie man sie aus den USA kennt? [...]

 
20:17 | Dez 22' 2006| Bamblog » Interview für die Blogpiloten schreibt:

[...] Igor Schwarzmann hat mich kurz vor der Abreise in meinen Weihnachtsurlaub noch erwischt, um ein Interview über den Stellenwert von politischen Blogs mit mir zu führen. Das Resultat findet sich hier drüben bei den Blogpiloten. [view academic citations] [hide academic citations] Bitte wie folgt zitieren: Schmidt, Jan (2006): Interview für die Blogpiloten. In: Bamblog [Weblog], 22 Dez. 2006. Online-Publikation: http://www.bamberg-gewinnt.de/wordpress/archives/623. Abrufdatum: December 22, 2006 Alternativ die APA citation: Schmidt, Jan. (2006). Interview für die Blogpiloten. Retrieved December 22, 2006, from Bamblog Web site: http://www.bamberg-gewinnt.de/wordpress/archives/623 if (typeof window.Delicious == “undefined”) window.Delicious = {}; Delicious.BLOGBADGE_DEFAULT_CLASS = ‘delicious-blogbadge-line’; [...]

 
00:59 | Dez 25' 2006| DIABLOg » Archiv » Politische Blogs in D - ist da was? schreibt:

[...] Das vollständige Interview gibt es hier: Politische Blogs in Deutschland: Ist da was? [...]

 
19:28 | Jan 03' 2007| eDemokratie.ch » Blog Archive » Die Intelligenz der Masse schreibt:

[...] Nachtrag Auf «blogpilot.de» äussert sich wieder einmal Jan Schmidt über die politische Blogosphäre in Deutschland. deliberative Demokratie social software web 2.0 [...]

 
16:15 | Jan 12' 2007| theredpill.twoday.net schreibt:

Politische Blogs in Deutschland…

Die Frage ist, ob sich diese Liste auch so auf Deutschland übertragen lässt.
Von der Form her müsste es doch eigentlich ähnliche Blogs auch in Deutschland geben. Nur, wo sind die? Für einen Neuling wie mich, ist die Blogosph&…

 
13:59 | Jan 15' 2007| links for 2006-12-22 at synapsenschnappsen schreibt:

[...] » Politische Blogs in Deutschland: Ist da was?, Blogpiloten.de – Weblog Update Weekly (tags: Web2.0 Blogs) [...]

 
00:57 | Feb 01' 2007| Benjamin Zwinscher schreibt:

Politische Blogs sind im kommen… Wir haben gerade 2 neue ins Leben gerufen:

http://www.DankeStoiber.de und

http://www.DankePauli.de.

Gruß // Ben

 
14:03 | Apr 11' 2007| ethority blog » Nutzung und Status deutscher Blogs schreibt:

[...] Wir erwarten also mit einiger Spannung, wie sich diese Diskussion – die hier zusammengeführt wird – weiter entwickelt und natürlich den denkwürdigen Tag, an dem Blogs als gute Quelle anerkannt werden. Das wird der Tag sein, an dem die Einbahnstraße hinein in die Blogosphäre und dort immer wieder im Kreis um eine notwendige zweite Spur erweitert wird, so wie es in den USA und anderen Ländern bereits der Fall ist. Dann werden auch politische Blogs relevant. [...]

 
03:14 | Mai 07' 2007| Live Blogging auf CNN Europe - und der Nachholbedarf von Politblogs im deutschsprachigen Raum schreibt:

[...] P.S. Empfehlenswert ist ebenfalls die Lektüre des Beitrags “Politische Blogs in Deutschland: Ist da was?” auf Blogpiloten. [...]

 
06:17 | Jan 24' 2008| Politiklive » Blog Archiv » Politik, nichts als Politik - Sommer-Wahlkampftheater um den Telekom-C… schreibt:

[...] Schröder sieht in den Umfragen nicht gut aus mit seiner Regierung. Zusätzlich nun das Babcock Dilemma, wo ihm und seinem MP Klimmt genau die Banken eine kalte Schulter zeigten, welche Opfer der politisch motivierten Düsseldorfer Staatsanwaltschaft bei den Durchsuchungen in Luxemburg in 1992 waren, dazu der Kölner Klüngel und noch zusätzlich ein Wuppertaler OB, dem ebenfalls Korruption vorgeworfen wird, und der nicht freiwillig gehen kann, weil dies als Schuldanerkenntnis gelten würde. Und dann noch rund 3 Mio Wähler, die alle 5 stellige Beträge mit der Telekom verloren haben. Wer am Zaun vom Kanzleramt rüttelt, und schreit: “ich will da rein” der will auch drin bleiben. Nun wird Window Dressing gemacht. Sommer raus, psychologischer Effekt: Die Kurse steigen. Der Neue darf alles, nur keinen reinen Tisch VOR den Wahlen machen, also nicht zu früh bestellen. Bei Vivendi lief es auch so: Erst stiegen die Aktien beträchtlich an, und nun merkt man, dass der Neue auch nur mit Wasser kocht. Die Aktien fallen seit vier Tagen wieder. So wird Schröder Herrn Dr. Sommer noch nicht so bald opfern bzw. ein neuer Vorstand wird nicht viel eher als vor Ende September seinen Dienst antreten. Was ich gehört habe, ist, dass es meilenweit keinen Nachfolger mit Fachkenntnissen gibt, mit einer Ausnahme: Dr. Esser von D2. Aber gegen den ermittelt auch schon der Staatsanwalt. Dumm aber auch. Aber Schröder ist ja hauptsächlich am Verbleib im Kanzleramt gelegen. Und da spielt der Nachfolger eh keine große Rolle. Hauptsache, Sommer geht, und die Kurse steigen kurz vor dem Wahlgang. Jetzt ist Timing angesagt, nichts anderes. Die Politik ist so dreckig, dass man kotzen möchte. G.-J. [...]

 
18:01 | Feb 20' 2008| Re: Der Markt regelt das und die Politik soll sich raushalten! - Special: Politik | Politiklive schreibt:

[...] Hallo, > > Und solange das so ist, ist die alleinige Abwälzung der > > Umweltschutzverantwortung auf die Automobilindustrie nichts anderes > > als das Eingeständnis das einem selbst die Natur SCHEISSEGAL ist. > > Wo wird denn durch Steuern auf umweltschädliches Verhalten eine > Verantwortung auf die Industrie abgewälzt? Ich sprach nicht von Steuern. Ich sprach von der moralischen Verantwortung die hier im Forum gerne immer wieder an die Industrie abgewälzt wird. > Die Verantwortung landet > beim Kunden, und der kann durch sinnvolle Maßnahmen – zum Beispiel > indem er das öfter mal KFZ stehen läßt oder sich eins kauft, dessen > Verbrauchswerte günstiger sind – verhindern, daß sein Geld beim Staat > landet. Es scheint als funktioniere dieser Regelungsmechanismus > halbwegs, jedenfalls scheint die Industrie langsam ein Absatzproblem > bei üblen Spritverschwendern zu entdecken und schreit nach der > Politik. Haben Sie diesen Eindruck wirklich? Im November 2007 waren von 283000 Neuzulassungen ganze 300 Toyota Prius. Wo funktioniert da was über die Nachfrage? > > Die Anderen sind schuld… > > … sagt der Manager von GM. Die, die durch verbrauchsabhängige > Steuern zu weniger umweltschädlichem Verhalten animieren wollen, sind > schuld, daß er seine üblen Spritschleudern nicht mehr los wird. Nicht > er selbst, weil er schlicht und ergreifend verpennt hat, > verbrauchsärmere KFZ zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. Das ist ja das paradoxe, verbrauchsarme PKW verkaufen sich ja immernoch richtig schlecht. Sie machen sich was vor. Deshalb greift die Politik ja nun ein. Das ist ein Armutszeugnis für den Verbraucher. [...]

 
03:01 | Feb 22' 2008| Re: Freie Marktwirtschaft, aber nicht in der Politik - Special: Politik (Archiv 6) | Politiklive schreibt:

[...] > Nur als Ganzes und in großen Verbünden haben sie eine Chance, > zumindst ansatzweise so etwas wie “soziale Gerechtigkeit” zu > erzwingen. “Big is beautyful” ist ein Leitsatz, den die Wirtschaft schon längst mehrfach widerlegt hat – oftmals zum Schaden derjenigen, die wie z.B. der Herr Schrempp daran geglaubt haben. Die Kunst liegt darin, die richtige Größe zu finden. Ist man zu klein, kann man zu wenig bewirken. Ist man zu groß, beschäftigt man sich zu sehr mit den eigenen Problemen und verliert v.a. den Kontakt zur Basis. Genau das ist Leuten wie Sommer oder Bsirske längst passiert. > Und dann bekommen halt die Lokführer 7000 Euro und die > Fahrkartenknipser laufen nach Dienstschluß zum Amt, Wenn so etwas tatsächlich vorkommen sollte, kann man immer noch im Einzelfall darauf reagieren. Der andere Fall, dass ein Berufszweig von den Funktionären untergebuttert wird, ist da sehr viel konkreter. > Problematisch werden diese großen Strukturen aber, wenn sie sich > hauptsächlich mit sich selbst beschäftigen und das Hauptaugenmerk der > Organisation selbst gilt, Das beschreibt den Zustand der deutschen Gewerkschaften ziemlich genau. > UND wenn – was allerdings den > Gewerkschaften von Anfang an innewohnte – sie eher die Interessen der > “Arbeitgeber” im Auge haben, Eine Gewerkschaft, die sich wirklich um das Wohl ihrer Mitglieder sorgt, muss am Erhalt von Arbeitsplätzen und damit am Wohl des Unternehmens interessiert sein. Diese Abwägung von Interessen ist allerdings nicht immer einfach. cu [...]

 
01:01 | Mrz 03' 2008| Politik der Nachbarn - Die Raketen Nordkoreas und die Politik d… | Politiklive schreibt:

[...] weder China noch Suedkorea haben ein Interesse daran, das ‘Problem’ Nordkorea zu loesen. Fuer China ist Nordkorea ein Faustpfand gegen die Amerikaner mit Hinblick auf Taiwan – solange sich die Amerikaner nicht bzgl. Taiwans auf den chinesischen Standpunkt zubewegen, solange wird die Wunde Korea offengehalten. Nordkorea ist voellig von China abhaengig. Ein militaerischer Konflikt ‘vor der Haustuer’ ist voellig abwegig. Die ‘Eskalation’ findet hauptsaechlich im Fernsehen statt. Die chinesische ‘Initiative’ zu den Sechs-Parteiengesprächen ist Augenwischerei. Die Chinesen haben kein Interesse an einem Fortschritt. Die Gespraeche sind ein Happen, den man Washington zum fressen vorgeworfen hat waehrend zwischenzeitlich der status-quo erhalten bleibt. Suedkorea emanzipiert sich zusehens von den USA, das hat man auch in China bemerkt – alte Feindbilder sind schon lange passe. Der in beiden Laendern vorherschende Turbo-Kapitalismus erzeugt ganz neue Freundschaften. Eine deutsche Loesung wird es fuer Korea nicht geben aufgrund der Groessenverhaeltnisse. Nichtdestotrotz ist jeder Koreaner ueberzeugt, dass es wieder ein vereintes Korea geben wird. Und die Suedkoreaner freuen sich jetzt schon ueber die militaerische und nukleare Technologie, die sie erben werden Die Koreaner (Nord und Sued) und alle chinesische Entitaeten (PRC, RoC, HK, SP) sind sich einig im Bemuehen Japan aus der wirtschaflichen Pole-Position rauszudraengen. Historische Animositaeten werden dafuer gerne wieder aufgewaermt. Gruss [...]

 
17:37 | Jul 26' 2008| Nina schreibt:

Ein toller Politik-Blog ist auch:
http://blogyourown.wordpress.com

 
10:39 | Aug 29' 2008| mp3-fanat schreibt:

also politische blogs spielen eine immer wichtigere rolle … in den USA sind zu den wahlen jetzt nicht nur journalisten angereist sondern auch min. 100 blogger so wie ich gehört habe … ist echt krass

 
19:58 | Sep 30' 2008| » reicht das ? czujan.com schreibt:

[...] Die Idee, an den Medien vorbei eine eigene Schiene der Informationsübermittlung aufzubauen ist generell super und hat mit Sicherheit Potential, gewisse Wähler anzusprechen bzw. ihnen die Konzepte und Ideen ausführlicher zu vermitteln. Allerdings glaube ich nicht, daß die “großen” Themen, nämlich die, die den Menschen Angst machen und sie dann diese Wahnsinnsparteien wählen lassen auf diese Weise kommuniziert werden können. Nicht, weil Thema und Medium nicht zusammenpassen, sondern weil viele Wähler, denen diese Ängste in den Knochen sitzen nicht auf politische Blogs und INet- Kampagnen reagieren. Auch hier gelten scheinbar Gesetze des Populismus, HC Strache Songs finden natürlich Zuspruch bei Youtube…. aber nicht weil das Medium so geil ist…  Dazu ein Interview mit Jan Schmidt [...]

 
22:28 | Nov 10' 2008| Netticket schreibt:

Blogger sind definitiv multiplikatoren der Meinungsindustrie genant auch Presse. Schade nur, dass viele Blogger genau denselben politisch korrekten Mist widergeben wie die offizielle Meinungsindustrie der Medienmogule…

 
23:26 | Nov 11' 2008| Vielflieger schreibt:

Als Ergänzung zum herkömmlichen professionellen Journalismus ist die Bloggerszene im Bereich Politik sicher sehr sinnvoll. Gibt es doch vielen Menschen die Möglichkeit, Ihre Meinung öffentlich zu äußern. Es kann aber auch sein, dass dieses Phänomen wie in den USA kürzlich bei den Präsidentenwahlen zu beobachten gewesen ist, etwas überschätzt wird. Schließlich sind viele Blogs von den verschiedenen Wahlkampfteams selbst geschrieben worden um die Meinung zu beeinflußen.

 
21:13 | Dez 10' 2008| tomtom schreibt:

Sehr interessante Seite. Aber verstehe dass Problem nicht wirklich. In allen Blogs soll eine Meinung kund getan werden. Warum nicht auch politisch?

 
05:31 | Mrz 04' 2009| muri schreibt:

plädiere für freie meinungsäuserung auch auf den blogseiten .

 
14:41 | Mai 28' 2009| klauspeters schreibt:

Völlig freie (und bequeme) Meinungsäußerung ist hier zu haben: http://www.jedermannsstimme.de!

 
23:19 | Okt 11' 2009| Konstantin schreibt:

Gute fragen ..

 
23:11 | Dez 13' 2009| RUSSIAN TOPLIST schreibt:

interesant….

 
 
Kommentar verfassen